Aktuelles aus der AG

Lüchow - Dannenberg - Gartow


  • Wer zuerst kommt …

        Springtalente heiß begehrt auf dem 34. Dannenberger Pferdeverkaufstag


Kaum in der Reitbahn, war er auch schon verkauft: Stan war das erste Pferd, das am Sonnabend einen neuen Besitzer fand. Der kecke Fuchs hat den Celler Hengst Stanley zum Vater. Der Hannoveraner stand eine Saison auf der Deckstelle in Splietau und gehört zu den ein-Prozent-besten Springvererbern. Wer sich auf www.pferdeverkaufstag.com ein bestimmtes Pferd ausgeguckt hatte, musste schnell sein. Oftmals war der Handel schon nach dem Freispringen perfekt.


Die 23 im Internet beworbenen Reitpferde sowie die Aussicht auf ein Treffen mit Gleichgesinnten lockten zahlreiche Pferdebegeisterte in die festlich geschmückte Halle der Reitschule Dannenberg (Foto). Die Besucher des 34. Verkaufstags kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, unter ihnen der Ehrenvorsitzende des Hannoveraner-Verbands Friedrich Jahncke, Einige hatten den Pferdeanhänger gleich mitgebracht, so sicher waren sie sich, etwas Passendes zu finden.


Kein Wunder, denn inzwischen ist die Liste der Erfolgspferde lang, die einst auf dem Verkaufstag entdeckt wurden. „Die Käufer schätzen das qualitätsvolle Angebot der häufig bereits getüvten, sorgfältig ausgebildeten Reitpferde und den direkten Kontakt zum Züchter“, weiß Thomas Kaiser, Vorstandsmitglied der veranstaltenden Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow.


Springbetonte Reitpferde aus sporterprobten Stutenstämmen standen am höchsten in der Gunst der Kaufinteressenten. Ihre Auftritte quittierte das Fachpublikum mit spontanem Applaus. „Bis Sonntagabend fanden knapp die Hälfte der angebotenen Pferde einen Abnehmer. Nicht selten wurden für diese fünfstellige Beträge gezahlt“, freute sich Hubertus Trapp, der die Veranstaltung moderierte. „Weitere Pferde werden in den nächsten Tagen nochmals Probe geritten“, ergänzte Kaisers Vorstandskollege. Mehr Fotos vom Verkaufstag gibt es hier!



Text und Foto:
B. Helmcke – 10. Dezember 2019


  • Steckenpferd 2.0
    Jungzüchter-Trainingstag mit Trendsport Hobby Horsing

 

Als die Glocke die Springprüfung einläutet, reitet Noah auf seinem Rappen (Foto oben rechts) in den Parcours ein. Den Oxer nehmen sie mit Bravour, die Mauer sowieso, nur am Wassergraben kommen sie etwas ins Straucheln. Bei ihrer Runde wehen die Haare des Vierjährigen und die Mähne seines Steckenpferdes um die Wette: Der Hannoveraner Jungzüchter vom PZV Luhmühlen gibt alles.


Auf halben Besenstielen mit Pferdeköpfchen aus Stoff zu reiten – das hat sich zu einem Sport gemausert. Er stammt ursprünglich aus Finnland und ist dort so populär, dass es sogar eine nationale Meisterschaft gibt. Beim sogenannten Hobby Horsing werden mit Steckenpferden die Bewegungsabläufe des Dressur- und Springreitens simuliert. Der Name des Trendsports ist vom englischen „Hobby Horse“ abgeleitet – was übersetzt Steckenpferd heißt.


Birgit Stute (Foto unten rechts) war begeistert als sie das erste Mal von Hobby Horsing im Fernsehen erfuhr. Schon länger hatte die Jungzüchtersprecherin der Pferdezucht-AG nach einer Möglichkeit gesucht, die Juniorzüchter noch effektiver - und erst einmal ohne Pferd - auf die Wettbewerbe vorzubereiten. „Kondition, Koordination sowie die Wahrnehmung der eigenen Motorik und die des Pferdes werden durch Hobby Horsing hervorragend trainiert“, so Birgit Stute. Was lag da näher, als die neu entdeckte Fun-Sportart jüngst auf dem Trainingstag im Dannenberger auszuprobieren?


„Wir haben Tränen gelacht“, berichtete die Jungzüchtersprecherin aus Breese in der Marsch weiter. Aus alten Satteldecken, Reithosen und Halftern hat sie 16 Steckenpferde selbst gefertigt. Wer mit Hilfe des mitgeschickten Schnittmusters kein eigenes Hobby Horse zustande gebracht hatte, durfte sich eins der Prachtexemplare für die Prüfungen ausleihen.


Bei solch großer Begeisterung für Reitsport auf Pferden mit Wollmähne und Plüschfell traten die klassischen Jungzüchter-Prüfungen etwas in den Hintergrund. Zu Unrecht, denn auch hier hatte sich Birgit Stute etwas Besonderes ausgedacht: Für Anfänger sowie Kinder und Jugendliche mit Handicap gab es erstmalig eine eigene fünfte Abteilung. Die Teilnehmer dieser Abteilung stellten ihren vierfüßigen Wettkampfpartner ausschließlich an der Hand im Schritt vor.


Für Lüchow-Dannenberg siegte in der Abteilung der jungen Ponykinder Cora Sauer aus Groß Gusborn mit dem Pony Fräulein S. Die beiden sind ein eingespieltes Team, das beim diesjährigen Jungzüchterfinale in Verden Platz neun von 32 möglichen Plätzen errang. Bei der Siegerfeier in Dannenberg wurde ebenfalls ihre Mutter Anja Sauer geehrt, bei der regelmäßig die Jungzüchtertreffen stattfinden.


Aufgrund des großen Zuspruchs wird nun überlegt, Hobby Horsing-Prüfungen auf Jungzüchterveranstaltungen mitanzubieten, berichtete Birgit Stute. Reichlich Publikum sei den großen und kleinen Fans des Steckpferdes 2.0 auf der Bezirksmeisterschaft in Luhmühlen gewiss, soll Jürgen Stuhtmann, stellvertretender Vorsitzender des Lüneburger Bezirksverbandes, laut gedacht haben. Der Mann mit dem großen Herz für Jungzüchter (Foto unten rechts) war wie viele andere Zuschauer und Begleiter zum Trainingstag gekommen. Insgesamt nahmen 32 Hannoveraner Jungzüchter aus dem Bezirk Lüneburg sowie Mecklenburger Jungzüchtern am Trainingstag teil. Gerichtet wurde von Malene Meyer, Miriam Accetti, Alice Brilmayer, Lea Tapper, Marilla Schumacher und Lina Kastens.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Text: B. Helmcke, Fotos: privat - 3. Oktober 2019


  • Landgestüt Celle ersteigert Hengstanwärter aus hiesiger Zucht 

    Luhmühlener Fohlenauktion: Durchschnittspreis nochmals gestiegen - neuer Rekordpreis

 

Fabergé war der Star der Lüchower Fohlenschau (Foto) und Reservesieger der dressurbetonten Hengstfohlen des Lüneburger Elitechampionats. Auf der 28. Auktion in Luhmühlen kam das Hannoveraner-Fohlen aus der Zucht von Joachim Heuer aus Großwitzeetze nun unter den Hammer. Das Landgestüt Celle sicherte sich den Nachkommen ihres Deckhengstes Fürst Belissaro aus einer Don Henrico-Mutter für 6600 Euro. Er wird mit anderen Hengstanwärtern im Niedersächsischen Hengstaufzuchtgestüt Hunnesrück aufwachsen.


Elf Fohlen zuvor hatte der gutaufgelegte Bernd Hickert ein dressurbetontes Fohlen von For Romance I zum Rekordpreis von 53000 Euro versteigert. „Sensationell“, freute sich Jürgen Stuhtmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüneburg Nord. Die AG, zu der auch die hiesigen drei Pferdezuchtvereine gehören, ist Ausrichter der Veranstaltung. Insgesamt seien 50 Fohlen zu einem Durchschnittspreis von 7061 Euro verauktioniert worden, ist auf der Internetseite des Veranstalters zu lesen. Damit ist das durchschnittliche Gebot im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 561 Euro gestiegen.


Das teuerste Springfohlen aus dem Landkreis kommt aus dem Stall Reinhold Josef in Teichlosen. Das Hengstfohlen von Diamant de Quidam/Contendro I wurde für 4200 Euro von einem Pferdekenner mit Wohnsitz in den USA gekauft.


Überdurchschnittliche Gebote erzielten drei weitere Fohlen von Mitgliedern des Pferdezuchtvereins Lüchow. Einen Zuschlagpreis von 12500 Euro war die So Unique/Bretton Woods-Tochter aus der Dressurpferdezucht von Ronny Bruch aus Tülau seinem neuen portugiesischen Besitzer wert. Für 8000 Euro wechselte ein Askari/Convoi-Nachkomme aus der Zucht von Udo Pflaum aus Kaulitz den Besitzer. Das springbetonte Stutfohlen hatte sich bereits als Zweitplatzierter seiner Abteilung auf der Lüchower Fohlenschau hervorgetan. Einen Preis von 7000 Euro erzielte das Züchterehepaar Sarah und Jan Glaubitt aus Vietzen. Ihr dressurbetontes Stutfohlen von Santo Domingo/Dunhill H zieht demnächst nach Hamburg um.

Text und Foto: B. Helmcke - 18. September 2019


  • Kaum zu toppen

      Hannoveraner aus hiesiger Zucht brillierten auf Lüneburger Elite-Championat

  

 

Machte der hiesigen Hannoveraner-Zucht alle Ehre: Der Fürst Belissaro-Sohn aus der Zucht von Joachim Heuer wurde auf der Bezirksschau Reservesieger der dressurbetonten Hengstfohlen. Das Foto zeigt ihn auf der Schau in Lüchow.

 

„Wir haben tolle Stuten und Fohlen gesehen“, schwärmte Birte Peterson, Geschäftsführerin des Lüneburger Bezirksverbands. Auf dem Elite-Championat in Beedenbostel traten die regionalen Sieger der 17 zum Bezirksverband gehörigen Pferdezuchtvereine (PZV) an. Mit dabei waren drei Fohlen und zwei Stuten von Züchterinnen und Züchtern der Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow.

 

Die hiesigen Stars waren auch überregional kaum zu toppen. Vorneweg der höchstbenotete Starter der Lüchower Fohlenschau aus der Zucht von Joachim Heuer aus Großwitzeetze. Mit der Wertnote 8,58 machte das Richtertrio den Fürst Belissaro-Nachkommen aus einer Don Henrico-Mutter zum Reservesieger der dressurbetonten Hengstfohlen. Ebenfalls Reservesieger seiner Abteilung wurde der von Familie Strathusen aus Dünsche gezogene Karajan/Check In-Sohn. In Lüchow hatte er die Abteilung der springbetonten Hengstfohlen angeführt.

 

Den Sprung auf Platz drei seiner Abteilung schaffte der Lüchower Sieger der springbetonten Stutfohlen. Züchter der Viscount/Converter-Tochter ist Uwe Brennenstuhl. Der Landwirt aus dem Lüchower Umland ist auch der Züchter der hiesigen Siegerstute, einer Codex One/Perigueux-Tochter mit Namen Codex Girl. In Beedenbostel war Codex Girl in der Abteilung der Siegerstuten die einzige Springstute unter bewegungsstarken Dressurstuten. Sie wurde kommentiert, aber nicht rangiert.

 

Den Bronze-Rang in der Abteilung der Halbblutstuten sicherte sich ein Favoritas xx/Glenfiddich-Nachkomme aus der Zucht von Familie Strathusen.

Text und Foto: B. Helmcke - 17. Juli 2019


  • Große Hitze, große Momente

      Hannoveraner-Fohlenschau: bewegungsstarke Nachkommen und Züchterehrungen

Erbarmungslos brannte die Sonne auf den Lüchower Mehrzweckplatz nieder. Wer konnte, suchte Schutz im Zelt, unter Bäumen oder Sonnenschirmen. Der Bewegungsfreude der Fohlen tat dies keinen Abbruch. Sie vertragen Temperaturschwankungen bis zu 40 Grad problemlos.


In der Abteilung der dressurbetonten Hengstfohlen gab es mit 9,50 die höchste Einzelnote für die Merkmalgruppe „Bewegung und Elastizität“. Diese Wertnote erhielt der Tagessieger der Schau. Das von Joachim Heuer aus Großwitzeetze gezogene Fohlen ist ein Nachkomme des Hengstes Fürst Belissaro aus einer Don Henrico-Mutter (Foto oben). Ebenfalls stark in punto Bewegungsqualität war der mit 9,00 bewertete Abteilungssieger der springbetonten Hengstfohlen: Ein Karajan/Check In-Nachkomme aus der Zucht von Familie Strathusen aus Dünsche.


Diese beiden Erstplatzierten sowie sieben andere Fohlen sicherte sich Jürgen Stuhtmann von der Gemeinschaft der Pferdezuchtvereine (PZV) Lüneburg Nord für die Luhmühlener Auktion. Stuhtmann war wie immer in Doppelfunktion auf der Fohlenschau der PZV Lüchow, Dannenberg und Gartow. Er und sein Richterkollege Hermann Jürgen Rump beurteilten insgesamt 45 Nachkommen von 32 Hengsten.


„Auffällig ist, dass viele Mutterstuten entweder gute Leistungsprüfungen hatten oder im Sport erfolgreich waren“, bilanzierte Rump. Das Vorstandsmitglied des Hannoveraner-Verbands bestätigte den hiesigen Züchtern gut gepflegte Stutenstämme und überlegte Anpaarungen.


Ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Hengste für ihre Staatsprämienstute „Gigi“ hatten auch Christine und Thomas Ahrens. Für ihre erfolgreiche Zucht mit der Glückspilz/Avus-Tochter erhielten sie die goldene Stallplakette (Foto links mit Jürgen Stuhtmann). Die 24-jährige Stute, die in diesem Jahr ein Diacontinus-Fohlen hat, erfreut sich bester Gesundheit. Und es gab noch mehr Gold: Für seine langjährige Treue zum PZV Lüchow bekam Arnold Jahn von dem Vorsitzenden Thomas Kaiser die goldene Vereinsnadel ans Revers gesteckt (Foto rechts).


Wer wissen möchte, welche drei Fohlen in den Abteilungen die Nase vorn hatten, klickt hier doppelt.

  

 

 

 

 

Text und Fotos:

B. Helmcke – 9. Juli 2019







  • Schausiegerin und Siegerfamilie vom Zuchthof Brennenstuhl

      Stutenprüfung und -schau: Dannenberger Springblut setzt sich durch – Ulrich Henke stellt die Mehrzahl der erfolgreichsten
      Dressurstuten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto links: So sieht die Schausiegerin der Dannenberger Stutenschau aus: Der AG-Vorsitzende Heinrich Meyer (von links) freute sich mit Ausbilder Leve Laubach und Züchter Uwe Brennenstuhl über den Erfolg der Springstute „Codex Girl“. Foto rechts: Auch die Siegerfamilie mit den Stuten (von links) von Perigueux, Diacontinus und Qualito stammt vom Zuchthof Uwe Brennenstuhl (rechts). Seine Springpferdezucht vereine Adel und Leistung, so das Richterurteil.


Vor allem zwei Züchter dominierten am Nachmittag im Dannenberger Hermann-Stolte-Stadion mit ihren Stuten die Schau. Uwe Brennenstuhl stellte mit einer Tochter des Springvererbers Codex One aus einer Perigueux-Mutter die Schausiegerin. Die Fünfjährige hatte am Vormittag die Zuchtstutenprüfung als beste Springstute von 21 Prüfungskandidatinnen absolviert. Ulrich Hahne, Zuchtleiter des Hannoveraner-Verbands und Richter der vierköpfigen Jury, lobte besonders die Energie der Braunen, die nach zehn Stunden Programm noch zu gefallen wusste. Auch die Siegerfamilie kam vom Zuchthof Brennenstuhl. Der Lüchower Züchter gewann die „Königsklasse“ mit der elfjährige Mutterstute namens Pretty Woman von Perigueux/Singular Joter und ihren Töchtern von Diacontinus und Qualito.


Alles in allem gingen ein Gesamtsieg, drei Klassensiege, vier Medaillenränge und zwei Hannoveraner-Prämien auf das Konto des passionierten Züchters. Brennenstuhl hatte fünf Stuten ausgestellt. Ebenfalls sehr erfolgreich war Ulrich Henke aus Satemin. Mit seinen vier Stuten gewann er eine von sechs Klassen, war drei Mal unter den ersten Dreien und bekam zwei Hannoveraner-Prämien. Eine davon für die vierjährige Danone I/Weltruhm-Tochter. Die Richter Hahne, der Celler Landstallmeister Dr. Axel Brockmann, der Vorsitzende des Hannoveraner-Verbands Hans-Henning von der Decken sowie die Turnierrichterin Anna von Holten-Jungheit hatten die Vierjährige zuvor zur höchstbenoteten Dressurstute der Prüfung in der Reitschule Dannenberg gemacht.


„Trotz der überdurchschnittlichen Qualität der Stuten war das Notenniveau deutlich niedrigen als in anderen Jahren“, resümierte Heinrich Meyer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine (PZV) Lüchow, Dannenberg und Gartow. Das habe zu Unmut unter den Züchtern geführt, so Meyer weiter. Ebenfalls für Irritation sorgte das Nicht-Erscheinen des vom Verband angekündigten Fremdreiters. Für ihn sprangen zwei erfahrene Reiterinnen ein, die selbst Pferde in der Prüfung hatten. „Die Jury ihrerseits lobte den reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung“, berichtete der AG-Chef.


Insgesamt nahmen 37 Einzelstuten und zwei Familien an der Schau teil: 14 Stuten erhielten einen 1a-Preis, davon zehn eine Anwartschaft auf die Hannoveraner-Prämie. Wenn Sie hier draufklicken, gelangen Sie zur Ergebnisliste und weiteren Fotos der Stutenprüfung und -schau.
Text: B. Helmcke, Fotos: Hannoveraner-Verband – 3. Mai 2019


  • Wer wagt, gewinnt

      Hannoveraner-Jungzüchter ermittelten ihre Kreismeister – Training mit der ehemaligen Lüneburger Bezirksverbandsvorsitzenden

 


Strahlen mit ihren gelben Poloshirts um die Wette (von links): Laura Häusler, Saskia Häusler und Cora Sauer. Mit den neuen Kreismeisterinnen freuen sich Richterin Malene Meyer (links) und Jugendsprecherin Birgit Stute.

 

„Die höchste Punktzahl für die Präsentation seines Pferdes bekommt nicht der, der eine sichere Runde läuft, sondern derjenige, der etwas wagt“, erklärte Richterin Malene Meyer auf den Kreismeisterschaften der Hannoveraner-Jüngzüchter im Dannenberger Hermann-Stolte-Stadion. Besonders gut darin, sein Pferd schwungvoll vorzustellen und angemessen zu reagieren, wenn es angaloppiert oder zur Seite springt, waren Cora Sauer aus Groß Gusborn sowie die Geschwister Saskia und Laura Häusler aus Nebenstedt. Sie wurden am Maifeiertag zur Meisterin ihrer Altersklasse gekürt.

 

Cora gewann die Klasse der jüngeren Ponykinder mit 80,40 Punkten. Die Elfjährige lenkte ihre vierbeinige Wettkampfpartnerin mit Namen Fräulein S selbstbewusst durch die Dreiecksbahn. Höchstbenoteter Starter bei den älteren Ponykindern war die vierzehnjährige Saskia mit 74,75 Punkten. Sie hatte Kleinpferd Hidalgo zu jeder Zeit unter Kontrolle. Die meisten Punkte des Tages aber erzielte Laura. Die Siebzehnjährige startete in der Klasse der jüngeren Pferdeführer. Sie erzielte mit Pferd Penelope 84,80 Punkte und war die Beste im Theorieteil.

Denn neben der Präsentation an der Hand und einem gepflegten Äußeren von Vorführer und Pferd sind das Wissen des Jungzüchters rund um die Zucht und Haltung ausschlaggebend für eine gute Platzierung.

 

Bei der Vergabe der Punkte wurde Richterin Meyer von Anne-Christin Möller-Jonas unterstützt. Meyer war jahrelang Jungzüchter-Vorsitzende des Lüneburger Bezirksverbands. Nach dem Wettbewerb erteilte sie den Kindern und Jugendlichen noch eine Trainingseinheit. „Jetzt sind wir bestens für die weiteren Wettkämpfe aufgestellt“, freute sich Jungzüchtersprecherin und -trainerin Birgit Stute.

 

Ergebnisse Kreismeisterschaften Jungzüchter 2019:

„Pony jung“: 1. Cora Sauer aus Groß Gusborn (80,40 Punkte), 2. Elly Weber, Groß Gusborn (72,2), 3. Anne Siemke, Breese in der Marsch (70,40)

„Pony alt“: 1. Saskia Häusler aus Nebenstedt (74,75 Punkte), 2. Marie Franz, Hitzacker (72,30), 3. Lena Stricks, Quickborn (71,60)

„Pferd jung“: 1. Laura Häusler aus Nebenstedt (84,80 Punkte)

Text und Foto: B. Helmcke – 5. Mai 2019


  • „… emotionales i-Tüpfelchen“

     Lebendige Jahreshauptversammlung des Pferdezuchtvereins Gartow

  


Der Geschäftsführer Matthias Vorreier (von links) gratulierte Malene Meyer zu dem Klassensieg auf der Stutenschau in Dannenberg. Zur Erinnerung erhielt die Züchterin einen Zinnbecher. Mit ihr freut sich der Vorsitzende Heinrich Meyer.


„Die Präsentation unserer zuchtbewährten Stuten auf der Kreistierschau hat großen Eindruck gemacht. Als emotionales i-Tüpfelchen soll es nun auch eine Ehrenklasse auf dem Lüneburger Elitechampionat geben. Für diese werden Zuchtstuten über 15 Jahre gesucht, die sich durch Eigenleistung oder die der Nachkommen hervorgetan haben“, berichtete der Geschäftsführer Matthias Vorreier auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Pferdezuchtvereins (PZV) Gartow. In diese Klasse passt die Stute für die Malene Meyer mit einem Zinnbecher bedacht wurde, noch lange nicht hinein. Sie ist erst am Anfang ihrer Zuchtkarriere. Die Züchterin erhielt die Auszeichnung für den Sieg der Fürst Romancier/Competent-Tochter auf der Dannenberger Stutenschau in der Abteilung der Dreijährigen ohne Prüfung. Emotional war die Ehrung trotzdem.


Der Geschäftsführer hatte an diesem Abend alle Hände voll zu tun. Außer der Übergabe besagter Trophäe, hielt er den Kassen- und den Geschäftsbericht, berichtete als Vorstandsmitglied des Lüneburger Bezirksverbandes über das Elitechampionat in Beedenbostel und als stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Lüneburg Nord von der Luhmühlener Fohlenauktion. Das übrige Programm bestritten der Vorsitzende Heinrich Meyer und die geladenen Redner. Vorweg präsentierte Familie Meyer zwei Fohlen auf dem nahegelegenen Zuchthof. Nach vier Stunden schloss der Vorsitzende des kleinsten der drei hiesigen PZV die lebendige Versammlung in der Gaststätte Herter in Meetschow.


Im Jahresrückblick erinnerte Meyer an die Erfolge Gartower Züchter. Auf dem Freispringwettbewerb platzierten sich gleich drei von Familie Lehner gezogene Pferde auf Medaillenrängen. In der Abteilung der Dreijährigen setzen die Richter eine Cassini II/Verdi-Tochter auf Platz zwei und einem Plot Blue/Cassini II-Nachkommen auf Platz drei. Aus derselben Erfolgszucht kam der Sieger der Vierjährigen: ein Plot Blue/For Keeps-Wallach. Auf der Lüchower Fohlenschau glänzte der Vorsitzende selbst auf Platz eins mit einem springbetonten Stutfohlen von Qualito/Valentino.


Von einer zehnstündigen Delegiertenversammlung am Vortag brachte Meyer die Neuigkeit mit, dass der geschäftsführende Vorstand in seiner Zusammensetzung bestätigt worden sei. „An einer Verbandsstrukturreform, die im nächsten Frühjahr zur Abstimmung kommen soll, wird gearbeitet“, so der Vorsitzende weiter. Eckhart Wrede nimmt noch bis Ostermontag Anmeldungen für die Stutenschau entgegen. Der Splietauer Deckstellenleiter erinnerte an den Freispringlehrgang mit Joachim Winter am 23. April, der um 9 Uhr in der Reithalle Dannenberg startet, um 10 Uhr auf dem Sattelhof Steffen in Nebenstedt weitergeht und um zirka 12 Uhr auf dem Zuchthof Meyer in Meetschow seinen Abschluss findet. Gastredner Christian Kubitz von der Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung (vit) in Verden sprach über Zuchtwertschätzung und die erbliche Bindegewebsstörung Warmblood Fragile Foal Syndrome (WFFS).


Im vergangenen Jahr buchte Vorreier 788 Euro Einnahmen und 890 Euro Ausgaben. Dank des Vortrags aus 2017 schloss die Vereinskasse mit einem Guthaben von 1561 Euro ab. Damit im Kassenbuch auch zukünftig schwarze Zahlen geschrieben werden, sprachen sich die Mitglieder einstimmig für eine Erhöhung des Grundbeitrags auf 25 Euro und pro Stute auf 5 Euro aus. Die Mitgliederzahl beträgt unverändert 38, davon haben 19 Mitglieder mindestens eine eingetragene Stute. Der Stutenbestand des Vereins beläuft sich auf 45 Stuten.

Text und Foto: B. Helmcke – 15. April 2019


  • „So ein hohes Niveau …“

      Dannenberger Springpferde begeisterten - Codex One-Sohn gewinnt den 12. Freispringwettbewerb


Das höchstbenotete Pferd des Freispringwettbewerbs ist aus der Zucht von Uwe Brennenstuhl. Der Hengst stammt von Codex One ab und ist hier mit (von links) Richter Heinz Meyer, seinem Ausbilder Leve Laubach und Richter Joachim Winter zu sehen.


„Ich bin seit Jahren regelmäßig als Richter auf dem Freispringwettbewerb. Ich komme gerne wegen der qualitätsvollen Pferde. Aber so ein hohes Niveau hab‘ ich noch nicht gehabt“, schwärmte Heinz Meyer, Zuchtberater der Deckstation Paul Schockemöhle.

Besonders die Abteilung der Dreijährigen begeisterte. Hier startete auch der Fuchshengst von Codex One aus einer Perigueux-Mutter. „Ein Pferd mit viel Übersicht, Ehrgeiz, schnellen Reflexen und überragenden Vermögen …“, kommentierte Richterkollege Joachim Winter vom Landgestüt Celle. Am Ende der Veranstaltung stand fest, der Codex One-Nachkomme ist nicht nur Sieger der Dreijährigen, sondern auch Tagessieger des 12. Dannenberger Freispringwettbewerbs. Keiner der insgesamt 29 Starter des überregionalen, für alle Rassen offenen Wettbewerbs hatte eine höhere Bewertung als der von Uwe Brennenstuhl gezogene Hengst. Uwe Brennenstuhl ist Mitglied des Pferdezuchtvereins (PZV) Lüchow.


Die Abteilung der Vierjährigen gewann ein Stolzenberg/Argentinus-Sohn. Ausgestellt wurde der Hengst von PZV Dannenberg-Mitglied Hermann Dähling. In der sorgfältig hergerichteten Halle der Reitschule Dannenberg beeindruckte der Youngster vor allem durch seine „von enormem Abdruck“ geprägten Sprünge.


An die Spitze der Fünf- und Sechsjährigen setzte das Richter-Duo eine Stute von Diacontinus/Natiello xx. Die Dunkelbraune aus der Zucht von Familie Kaiser, PZV Lüchow, lobte Joachim Winter als „weitausgebildete, souveräne Sportlerin“. Wiebke Kaiser stellte die Fünfjährige in einer Eignungsprüfung mit Springen vor. Ausgetragen wurde der Wettbewerb bei herrlichem Sonnenschein unter freiem Himmel.


Heinrich Meyer steht der seit Anfang des Jahres turnusmäßig der Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow vor. Er freute sich, auch auswärtige Gäste begrüßen zu dürfen - darunter das Vorstandmitglied des Hannoveraner-Verbands Hermann-Jürgen Rump sowie eine Käufergruppe aus Baden Württemberg, die am frühen Morgen um 4.30 Uhr nach Dannenberg aufgebrochen war. Apropos Käufe: „Bis drei Tage nach der Veranstaltung wechselten drei Pferde den Besitzer“, so der Vorsitzende des Dannenberger PZV Hubertus Trapp.
Die Starter- und Ergebnislisten sind nur einen Doppelklick entfernt.

Text und Foto: B. Helmcke – 11. April 2019


  • Mit Herzblut und Engagement

      Thomas Kaiser als Vorsitzender bestätigt

 


Vorsitzender Thomas Kaiser (von rechts) erhielt selbst eine Urkunde und ehrte außerdem Uli Henke, Reinhold Wrede, Bianca Helmcke, Anke Mertens, Uwe Brennenstuhl, Jan Steffen in Vertretung für Karl-Heinz Jirjahn und Kathrin Strathusen für besondere Erfolge und Verdienste. Claus Schridde hielt einen Vortrag.


Es ist das Herzblut, mit dem der Verein geführt wird und die Würdigung verdienter und erfolgreicher Mitglieder auf eine emphatische Art und Weise, die zu einer großen Verbundenheit führen. „Bei uns ist eigentlich immer etwas los. Über das ganze Jahr verteilt gibt es Veranstaltungen rund um die Zucht und die Vermarktung der Pferde, welche der Verein mitorganisiert“, betonte Geschäftsführerin Bianca Helmcke auf der Jahreshauptversammlung des Pferdezuchtvereins Lüchow. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen zählen unter anderem die Fohlen- und Stutenschauen, der Pferdeverkaufstag sowie auch interne Veranstaltungen, wie die private Fohlenschau oder das Züchterfrühstück in der Splietauer Deckstelle.


49 Anwesende zählte der Verein im Gasthaus Sültemeier in Dünsche. Zur Wahl stand das Amt des ersten Vorsitzenden Thomas Kaiser, der nunmehr seit acht Jahren die Geschicke des Vereins lenkt und „die Fäden wirklich gut in der Hand hält“, wie der zweite Vorsitzende Jörg Sültemeier betonte. Dieser Meinung schienen auch die Mitglieder zu sein, denn Kaiser wurde einstimmig für eine weitere Amtsperiode gewählt.


Besonders verdient sowohl in der Pferdezucht als auch um den Verein haben sich Uli Henke und Arnold Jahn gemacht und wurden mit der Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet. Einen Zinnbecher bekamen Günther Keller für das beste springbetonte Fohlen und Reinhold Wrede für das beste dressurbetonte Fohlen. Mit der beliebten Trophäe ausgezeichnet wurden auch Bianca Helmcke und Anke Mertens. Die eine erhielt diese für die Siegerstute der Zweijährigen und die andere für die beste Familie auf der Stutenschau. Verbandsprämien für besonders gelungene Stuten erhielten im vergangenen Jahr Kathrin Strathusen, Uwe Brennenstuhl, Thomas Kaiser und Karl-Heinz Jirjahn. Für Letzteren nahm Jan Steffen die Urkunde entgegen, der inzwischen im Besitz der Stute ist. Ebenfalls Urkunden, diesmal von der Landwirtschaftskammer, erhielten Familie Glaubitt für die Siegerin der älteren Stuten auf der Kreistierschau und Anke Mertens für ihre Siegerfamilie - eine Mutter mit zwei Töchtern.


Der Pferdezuchtverein zählt mittlerweile 128 Mitglieder und 126 eingetragene Stuten. Trotz der vielen Aktivitäten hätte die Kasse mit einem Plus abgeschlossen, wie Bianca Helmcke informierte. Denn die Einnahmen von 3670 Euro und Ausgaben in Höhe von 3698 Euro würden sich zwar die Waage halten, aber „mit dem Vortrag aus dem Vorjahr haben wir einen positiven Kassenstand von 4039 Euro“, so Helmcke.


Gestütsoberwärter Eckhart Wrede stellte den Anwesenden den Hengst Shalimaro vor, der in dieser Saison auf der Splietauer Deckstelle stationiert ist. Birgit Stute berichtete über die Aktivitäten der Jungzüchter, insbesondere über die Teilnahme von Kindern mit Handicap auf der Kreistierschau. „Auch im Bezirk Lüneburg trainieren neuerdings Kinder mit Handicap. Selbst in Verden ist man darauf aufmerksam geworden.“
Nach Gewinnsumme erfolgreichste Züchterin mit drei Sportpferden ist Christa Marklewitz. Diese Pferde gewannen in 2018 laut FN-Bericht für ihre Besitzer Preisgelder in Höhe von 33.000,- Euro. Aktuell sind zehn von Lüchower Mitgliedern gezüchtete Pferde in schweren Prüfungen unterwegs, hatte Jörg Sültemeier recherchiert. Der Vortrag vom Fachjournalisten Claus Schridde über „Der Schatz im Wendland - Stutenstämme einst und jetzt“, rundete die Veranstaltung ab.

Text und Foto: A. Beckmann – 11. April 2019

  • Hannoveraner machen von sich reden

      Pferdezuchtverein Dannenberg: Urkunden für erfolgreiche Züchter, Vorstand einstimmig bestätigt


Thorsten Hogrefe (von links) war Gastredner auf der JHV des PZV Dannenberg.
Er sowie die mit Urkunden bedachte Ilse Niebel und Lina Kastens freuten sich mit dem wiedergewählten Vorstand aus Hubertus Trapp, Gesine Jahncke, Heino Grabow, Jan Steffen und Jasmin Deegen-Miest.

 

„Hannoveraner - Erfolg in aller Welt“, lautet das Verbandsmotto. Dass das regelmäßig für Hannoveraner der Arbeitsgemeinschaft (AG) der hiesigen drei Pferdezuchtvereine (PZV) zutrifft, steht in ebensolchen Abständen in der Zeitung. Von sich reden machen in Zukunft sicherlich auch die Pferde, die Hubertus Trapp auf der Jahreshauptversammlung (JHV) des Dannenberger PZV in seinem Jahresrückblick herausstellte.


Der erste Vorsitzende erinnerte die rund 50 Besucher im Hotel Steinhagen an die Reservesiegerin der Vierjährigen auf dem 11. Dannenberger Freispringwettbewerb. Die Stolzenberg-Tochter stammt von der Zuchtgemeinschaft Deegen aus Langendorf. Auch Platz drei in dieser Abteilung ging an ein Mitglied des Dannenberger PZV: Rüdiger Löer aus Oetzendorf stellte eine Viscount-Tochter vor. In der Abteilung der 5- und 6-Jährigen belegte Andreas Fiedler aus Berlin mit Nachkommen von Stakkato und Stanley die Plätze zwei und drei.

Ein glückliches Händchen bei der Anpaarung hatten Hagen Schünemann aus Möllendorf und Werner Lange aus Predöhlsau. Ihre dressurbetonten Hengstfohlen von Quando Unico und Fürstbischof wurden Abteilungssieger und -reservesieger. Reservesieger der Abteilung für springbetonte Stutfohlen wurde ein von Jan Steffen aus Nebenstedt ausgestelltes Stutfohlen von Balou Peggio.


Drei Ehrenurkunden vom Verband für die von ihnen gezogenen Hannoveraner-Prämienanwärterinnen gab es für Ilse und Wilhelm Niebel aus Quartzau, Jürgen Kastens aus Klein Heide und Andrea Poth aus Gemünden. Die Fürstbischof-Tochter aus der Zucht des Ehepaars Niebel gewann erst die Stutenschau im Kreis Uelzen und dann die Klasse der jüngeren Stuten auf der Kreistierschau in Dannenberg. Auf Silberrängen platzieren konnten sich die Don Presidente-Stute von Hagen Schünemann, die Rotspon-Stute von Jan Steffen sowie die Familie der Grandseigneur-Tochter aus der Zucht des Vorsitzenden.


„Als Verband Erfolg zu haben, ist kein Selbstläufer“, versicherte Thorsten Hogrefe. Der Vorsitzende des Lüneburger Bezirksverbands erklärte, dass die Weiterentwicklung des Zuchtziels, das Reagieren auf veränderte Marktbedingungen und die Bewahrung der Glaubwürdigkeit dafür unabdingbar seien. Anregungen, wofür sich der Verband einsetzten könnte, hatten auch die Dannenberger Züchter für den Gastredner parat – zum Beispiel Weidetierprämien für Pferdehalter.


Die Jungzüchtersprecherin Birgit Stute aus Breese in der Marsch machte sich dafür stark, alle Juniorzüchter-Wettbewerbe so zu gestalten, dass auch Kinder mit Handicap teilnehmen können. In seinem Deckstellenbericht wies Eckhart Wrede auf den am 23. April stattfindenden Freispringlehrgang mit Joachim Winter hin.


Einstimmig in ihrem Amt bestätigt wurden Trapp, dessen Stellvertreter Steffen sowie die Vorstandskollegen Gesine Jahncke, Jasmin Deegen-Miest und Heino Grabow. Gitta Hielscher buchte im letzten Jahr 2751 Euro Einnahmen und 2403 Euro Ausgaben. Die Vereinskasse schloss am 31.12.2018 mit insgesamt 3106 Euro positiv ab. Die Anzahl aller im PZV Dannenberg organisierten Züchter beträgt 107, davon sind 50 Mitglieder aktiv. Die Anzahl der eingetragene Stuten ist 101.

Text und Foto: B. Helmcke – 22. März 2019


  • „Veredler der Extraklasse“

      Shalimaro hat seine Box auf der Deckstation Splietau bezogen

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonntagvormittag trafen sich gut sechzig Hannoveraner-Freunde, um den neu aufgestallten Deckhengst Shalimaro in Augenschein zu nehmen. Als „Veredler der Extraklasse“ bezeichnete Gestütsoberwärter Eckhart Wrede den kecken Fuchs.


Vorgestellt wurde der Sunset Boulevard xx -Sohn aus einer Graf Sponeck-Mutter an der Hand. Der Halbblüter schloss seine Hengstleistungsprüfung als Reservesieger ab – in der Disziplin Springen setzten ihn die Richter an die Spitze der Prüflinge. Der Splietauer Neuzugang ist für das Hannoveraner Springpferdeprogramm zugelassen. Seine Nachkommen sind sowohl in der Dressur als auch im Springen bis zur Klasse M erfolgreich. Der einundzwanzigjährige Vererber entspringt, wie der dreifache Bundeschampion Lissaro van der Helle, dem Stutenstamm der Serone.


Die Ankunft des Hengstes auf der Station Splietau läutet traditionell das neue Zuchtjahr ein. Zu der Veranstaltung hatten die Deckstelle und die Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow eingeladen. Für gut vier Monate beziehen Eckhart Wrede und Beschäler Shalimaro die hiesige Außenstelle des Niedersächsischen Landgestüts Celle.
Text und Deckstellen-Foto: B. Helmcke, andere Fotos: Niedersächsisches Landgestüt Celle – 11. März 2019


  • Alte Posten – neue Amtsinhaber


Turnusmäßig ist der Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow von Hubertus Trapp (links) auf Heinrich Meyer (rechts) übergegangen. Neue AG-Geschäftsführerin ist Miriam Steffen. Sie übernimmt das Amt von Armin Haebler (Zweiter von rechts).

Text und Foto: B. Helmcke – 30. Januar 2019


  • „Ein ganz hohes Niveau“

      Lüchow-Dannenbergs Hannoveraner-Züchter beeindruckten mit tollen Pferden auf der Kreistier- und Gewerbeschau.
      Auch die Jungzüchter erhielten gute Noten.

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lüchow-Dannenberg ist eine Pferde-Region. Eine Züchter-Region: Tiere aus hiesigen Ställen genießen weltweit einen hervorragenden Ruf, und die besten Tiere erzielen auf Auktionen regelmäßig Höchstpreise. Da verwunderte es nicht, dass bei der Kreistier- und Gewerbeschau in Dannenberg die Pferde besonders viel Aufmerksamkeit genossen – ganz egal ob sie Kutschen zogen, als Quadrille auftraten oder sich dem scharfen Auge der Wertungsrichter stellten. Stets waren die Ränge voll, wenn Hufe über den Rasen des Hermann-Stolte-Stadions trappelten.

 

Entsprechend schwer war die Aufgabe für die Preisrichter der Hannoveraner-Leistungsschau, Thorsten Hogrefe aus Rethem an der Aller und Stefan Blanken aus Hepstedt. Fast 50 Tiere galt es für sie in sieben Klassen zu bewerten, eine verantwortungsvolle Aufgabe, vor allem, weil auf der Schau „ein ganz hohes Niveau“ präsentiert werde, so Thorsten Hogrefe. Zumal es ja nicht nur um die Auszeichnungen als Sieger der Wettbewerbe ging, sondern auch um die Biografien der Tiere, in denen die Teilnahme und die Platzierungen beziehungsweise Bewertungen bei eben solchen Wettbewerben eine große Rolle spielen.

 

Etwa für die Finest/Benetton Dream-Tochter aus dem Stall von Uwe Brennstuhl aus Seerau in der Lucie. Die zweijährige Stute ging als Reservesiegerin der jüngeren Klasse aus dem Wettbewerb hervor, nur knapp geschlagen von der vierjährigen Fürstbischof/Sir Donnerhall-Tochter Frahja (Foto rechts oben) von Ilse und Wilhelm Niebel aus Quartzau. Bei den älteren Stuten ging der Reservesieg an Roberta Flac, eine Royal Blend/Federweisser-Tochter aus der Zucht von Anke Mertens aus Mützen, die im Stall von Sonja Schulz in Uelzen steht. Die Siegerstute dieser Klasse kommt auch aus Uelzen: Queen Latifa, eine siebenjährige Quaterback/Hohenstein-Tochter (Foto links oben) aus der Zucht von Alexandra und Wilhelm Siekmann aus Emmerthal, die im Stall von Sarah und Jan Glaubitt in Vietzen steht. Als bestes Halbblut ging Lilly (Foto links unten) aus der Zucht und dem Stall von Dr. Bianca Helmcke aus Teichlosen aus dem Wettbewerb hervor, eine dreizehnjährige Lauries Crusador xx/Sherlock Holmes-Tochter. Die beste Pferdefamilie der Schau (Foto rechts unten) stellte Anke Mertens vor, die mit der Edward/Federweisser-Tochter Edda Fine, Roberta Flac und der Federweisser/Borneo-Tochter Felicitas gleich drei ganz hervorragende Stuten präsentierte. Die Ergebnisliste finden Sie unter dem Menüpunkt „Stutenschau“.


Mit mehr als soliden Leistungen hatten am Tag zuvor schon die Hannoveraner- Jungzüchter ihre Ponys und Pferde vorgeführt. Bei dem Wettbewerb des Nachwuchses, den Ineken Stute und Lina Wojahn beurteilten, geht es weniger um die Qualität der Pferde, als um die Leistung des Vorstellers und dessen Fähigkeit, seinen Vierbeiner möglichst rassetypisch zu präsentieren. So ergibt sich die Gesamtnote aus den Bereichen Theorie, dem Herausgebrachtsein des Pferdes sowie dem Aufstellen und Vormustern des Tieres im Trab auf der Dreiecksbahn. Die Tagesbestleistung erzielte mit 43 Punkten die 14-jährige Julina Wrede aus Künsche (Foto Sieger rechts), die die Klasse der Pferde gewann. Aber auch die Sieger in den Ponyabteilungen hatten gute Ergebnisse erzielt. Die Abteilung der älteren Führer gewann die 13-jährige Saskia Häusler aus Nebenstedt (Foto Sieger rechts) mit 41 Punkten, bei den Jüngeren siegte Felix Harder aus Platenlaase (Foto Sieger Mitte). Der 13-jährige Rollifahrer war von den Richterinnen aufgrund des Handicaps in diese Klasse einsortiert worden. Wie der Junge sein Pferd vorstellte? Er suchte sich im Vorfeld des Wettbewerbs eine Teilnehmerin aus, deren Vorführnoten auf Felix‘ Punktestand übertragen wurden. Offenbar hatte er eine gute Wahl getroffen. Neben Felix Harder waren noch zwei weitere Teilnehmerinnen mit Handicap im Feld der 15 Jungzüchter dabei. „Premiere im Bereich des Hannoveraner Verbandes“, informierte Lina Wojahn.

 

Ergebnisse Jungzüchter-Wettbewerb

Pony I: 1. Felix Hader (42 Punkte), 2. Cora Sauer (39,5), 3. Anne Siemke (38)

Pony II: 1. Saskia Häusler (41), 2. Lynn Kröcher (40), 3. Marie Sophie Franz (39,5)

Pferd: 1. Julina Wrede (43,5), 2. Jörne Sauer (41,5), 3. Laura Häusler (40,5)














Text:
D. Muchow und R. Groß, EJZ, Fotos Stuten: B. Helmcke, Fotos Jungzüchter: D. Muchow – 6. Dezember 2018