Aktuelles aus der AG

Lüchow - Dannenberg - Gartow


  • Besucherrekord

      33. Verkaufstag: Reitpferde aus sporterprobten Dannenberger Stämmen hoch im Kurs



Autos mit Kennzeichen aus dem gesamten Bundesgebiet, den Niederlanden und der Schweiz säumten am zweiten Sonnabend im Dezember großzügig das Gelände rund um die Reitschule Dannenberg. „Besucherrekord“, freute sich Hubertus Trapp, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow.


Wer sich auf www. pferdeverkaufstag.com ein bestimmtes Pferd ausgeguckt hatte, musste schnell sein. Oftmals war der Handel schon vor dem Probereiten perfekt. So wie bei dem Viscount-Nachkommen von Anke Mertens (Das Foto zeigt ihn mit seiner Ausbilderin Annemarie Wahsner.), der als erstes Pferd einen neuen Besitzer fand. Als der Dreijährige nach dem Freispringen die Halle verließ, folgten ihm gleich vier Interessenten. Einig wurde sich die Hannoveraner-Züchterin aus Mützen mit dem Besitzer eines renommierten Vielseitigkeitsstall im Nachbarkreis.


Bis Sonntagabend waren mehr als ein Drittel der insgesamt 32 angebotenen Tiere verkauft, bei einem weiteren Drittel liefen die Verkaufsverhandlungen noch. Nicht selten zahlten die neuen Besitzer fünfstellige Beträge. Zu den Käufern gehörten, laut informierten Kreisen, ambitionierte Amateurreiter, Profireiter, Händler und die Polizei.


Ein großes Interesse für Reitpferde aus sporterprobten Dannenberger Stutenstämmen zeichnete sich bereits im Vorfeld ab. Bis zu 1500 Mal wurden die Videos der im Internet beworbenen Verkaufspferde angeschaut. Neben sorgfältig ausgebildeten Nachwuchspferden standen besonders erfahrene Turnierpferde hoch im Kurs der Käufer. Erstmals wurde auch ein Pferd in Palomino-Farbe angeboten.


Besonderen Wert hatte die AG, die Vermittler des gebührenfreien Handels ist, auf gut herausgebrachte Pferde gelegt. Die hervorragende Qualität der Pferde aus Züchterhand lockte mehrere hundert Besucher in die weihnachtlich geschmückte Halle. Zu den Gästen zählten unter anderem eine Käufergruppe aus Schwaben, die zum 31. Mal in Folge zum Verkaufstag kam, Hans-Hermann Rump, Vorstandsmitglied des Hannoveraner-Verbands, sowie der Ehrenvorsitzende Friedrich Jahncke. Weitere Fotos vom Verkaufstag gibt es hier!

Text und Fotos: B. Helmcke – 10. Dezember 2018


  • „Ein ganz hohes Niveau“

      Lüchow-Dannenbergs Hannoveraner-Züchter beeindruckten mit tollen Pferden auf der Kreistier- und Gewerbeschau.
      Auch die Jungzüchter erhielten gute Noten.

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lüchow-Dannenberg ist eine Pferde-Region. Eine Züchter-Region: Tiere aus hiesigen Ställen genießen weltweit einen hervorragenden Ruf, und die besten Tiere erzielen auf Auktionen regelmäßig Höchstpreise. Da verwunderte es nicht, dass bei der Kreistier- und Gewerbeschau in Dannenberg die Pferde besonders viel Aufmerksamkeit genossen – ganz egal ob sie Kutschen zogen, als Quadrille auftraten oder sich dem scharfen Auge der Wertungsrichter stellten. Stets waren die Ränge voll, wenn Hufe über den Rasen des Hermann-Stolte-Stadions trappelten.

 

Entsprechend schwer war die Aufgabe für die Preisrichter der Hannoveraner-Leistungsschau, Thorsten Hogrefe aus Rethem an der Aller und Stefan Blanken aus Hepstedt. Fast 50 Tiere galt es für sie in sieben Klassen zu bewerten, eine verantwortungsvolle Aufgabe, vor allem, weil auf der Schau „ein ganz hohes Niveau“ präsentiert werde, so Thorsten Hogrefe. Zumal es ja nicht nur um die Auszeichnungen als Sieger der Wettbewerbe ging, sondern auch um die Biografien der Tiere, in denen die Teilnahme und die Platzierungen beziehungsweise Bewertungen bei eben solchen Wettbewerben eine große Rolle spielen.

 

Etwa für die Finest/Benetton Dream-Tochter aus dem Stall von Uwe Brennstuhl aus Seerau in der Lucie. Die zweijährige Stute ging als Reservesiegerin der jüngeren Klasse aus dem Wettbewerb hervor, nur knapp geschlagen von der vierjährigen Fürstbischof/Sir Donnerhall-Tochter Frahja (Foto rechts oben) von Ilse und Wilhelm Niebel aus Quartzau. Bei den älteren Stuten ging der Reservesieg an Roberta Flac, eine Royal Blend/Federweisser-Tochter aus der Zucht von Anke Mertens aus Mützen, die im Stall von Sonja Schulz in Uelzen steht. Die Siegerstute dieser Klasse kommt auch aus Uelzen: Queen Latifa, eine siebenjährige Quaterback/Hohenstein-Tochter (Foto links oben) aus der Zucht von Alexandra und Wilhelm Siekmann aus Emmerthal, die im Stall von Sarah und Jan Glaubitt in Vietzen steht. Als bestes Halbblut ging Lilly (Foto links unten) aus der Zucht und dem Stall von Dr. Bianca Helmcke aus Teichlosen aus dem Wettbewerb hervor, eine dreizehnjährige Lauries Crusador xx/Sherlock Holmes-Tochter. Die beste Pferdefamilie der Schau (Foto rechts unten) stellte Anke Mertens vor, die mit der Edward/Federweisser-Tochter Edda Fine, Roberta Flac und der Federweisser/Borneo-Tochter Felicitas gleich drei ganz hervorragende Stuten präsentierte. Die Ergebnisliste finden Sie unter dem Menüpunkt „Stutenschau“.


Mit mehr als soliden Leistungen hatten am Tag zuvor schon die Hannoveraner- Jungzüchter ihre Ponys und Pferde vorgeführt. Bei dem Wettbewerb des Nachwuchses, den Ineken Stute und Lina Wojahn beurteilten, geht es weniger um die Qualität der Pferde, als um die Leistung des Vorstellers und dessen Fähigkeit, seinen Vierbeiner möglichst rassetypisch zu präsentieren. So ergibt sich die Gesamtnote aus den Bereichen Theorie, dem Herausgebrachtsein des Pferdes sowie dem Aufstellen und Vormustern des Tieres im Trab auf der Dreiecksbahn. Die Tagesbestleistung erzielte mit 43 Punkten die 14-jährige Julina Wrede aus Künsche (Foto Sieger rechts), die die Klasse der Pferde gewann. Aber auch die Sieger in den Ponyabteilungen hatten gute Ergebnisse erzielt. Die Abteilung der älteren Führer gewann die 13-jährige Saskia Häusler aus Nebenstedt (Foto Sieger rechts) mit 41 Punkten, bei den Jüngeren siegte Felix Harder aus Platenlaase (Foto Sieger Mitte). Der 13-jährige Rollifahrer war von den Richterinnen aufgrund des Handicaps in diese Klasse einsortiert worden. Wie der Junge sein Pferd vorstellte? Er suchte sich im Vorfeld des Wettbewerbs eine Teilnehmerin aus, deren Vorführnoten auf Felix‘ Punktestand übertragen wurden. Offenbar hatte er eine gute Wahl getroffen. Neben Felix Harder waren noch zwei weitere Teilnehmerinnen mit Handicap im Feld der 15 Jungzüchter dabei. „Premiere im Bereich des Hannoveraner Verbandes“, informierte Lina Wojahn.

 

Ergebnisse Jungzüchter-Wettbewerb

Pony I: 1. Felix Hader (42 Punkte), 2. Cora Sauer (39,5), 3. Anne Siemke (38)

Pony II: 1. Saskia Häusler (41), 2. Lynn Kröcher (40), 3. Marie Sophie Franz (39,5)

Pferd: 1. Julina Wrede (43,5), 2. Jörne Sauer (41,5), 3. Laura Häusler (40,5)














Text:
D. Muchow und R. Groß, EJZ, Fotos Stuten: B. Helmcke, Fotos Jungzüchter: D. Muchow – 6. Dezember 2018


  • Hohe Limits für Springnachwuchs aus Lüchow-Dannenberg

      Luhmühlener Auktion: Fohlen aus Stall Brennenstuhl kam für 21000 Euro unter den Hammer

 

 

Kylian zeigte sich auf der Luhmühlener Fohlenauktion von seiner besten Seite. Auf dem Foto ist der Karajan/Codex One-Sohn aus der Zucht von Uwe Brennenstuhl aus Seerau in der Lucie drei Monate alt. Es entstand auf dem Lüneburger Elite-Championat.

 

Kylian ist der Name des Hengstfohlens, das auf der 27. Auktion in Luhmühlen zu den begehrtesten gehörte. Für 21000 Euro kam das von dem Hengst Karajan abstammende Hannoveraner-Fohlen aus der Zucht von Uwe Brennenstuhl aus Seerau in der Lucie unter den Hammer. Der aus einer Codex One-Mutter springbetont gezogene Kylian brillierte bereits auf der Bezirksschau in Beedenbostel. Dort machten die Richter den Anfang April geborenen bewegungsstarken Braunen zum höchstbenoteten Fohlen sämtlicher Dressur- und Springabteilungen. Kylians neuer Besitzer kommt aus Deutschland.

 

Aus dem Stall Reinhold Josef zum Landgestüt Marbach wechselt ein Bilbao City/Contendro I-Fohlen. Den Hengstanwärter aus der Springpferdezucht des Teichlosers ersteigerten seine baden-württembergischen Käufer am Telefon für 8900 Euro.

 

Ebenfalls überdurchschnittliche Zuschlagpreise erzielten zwei weitere Parcourshelden in spe, die sich zuvor auf der Lüchower Fohlenschau hervorgetan hatten. Für 7200 Euro wechselte der Drittplatzierte der springbetonten Hengstfohlen den Besitzer. Züchter des Chacoon Blue/Calido-Sohns sind Sarah und Jan Glaubitt aus Vietzen. Das Ehepaar ist Mitglied im Pferdezuchtverein Lüchow. Einen Zuschlagpreis von 6800 Euro war der Lüchower Reservesieger der springbetonten Stutfohlen seinen neuen Besitzern wert. Gezogen wurde die Balou Peggio/Stolzenberg-Tochter von Karl-Heinz Jirjahn aus Seerau in der Lucie, Aussteller war Jan Steffen aus Nebenstedt.

 

Laut Veranstalter belief sich das durchschnittliche Gebot pro Fohlen auf 6500 Euro. Das sei eine Erhöhung des Durchschnittspreises gegenüber dem Vorjahr um 1000 Euro. Die Preisspitze des 56 Fohlen umfassenden Angebots bildete ein dressurbetontes Fohlen von dem Hengst Zackerey, so die Internetmeldung weiter. Es sei für 37000 Euro versteigert worden. Ausrichter der Veranstaltung ist die Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine Lüneburg Nord.

Text: B. Helmcke, Foto: D. Uschtrin – 13. September 2018

  • Springfohlen aus Seerau in der Lucie gewinnt Bezirksschau

      Lüneburger Elite-Championat: vier Medaillen-Ränge für Hannoveraner aus hiesiger Zucht

 



„Die Anpaarung hat gut gepasst“, kommentierte Züchter Uwe Brennenstuhl bescheiden seinen Erfolg auf dem Lüneburger Elite-Championat. Dabei ist der Sieg seines Karajan-Fohlens aus einer Codex One-Mutter (Foto) eine kleine Sensation. Immerhin hat das Springfohlen aus Seerau in der Lucie in Puncto „Bewegung und Elastizität“ sogar die Dressurfohlen hinter sich gelassen. „Solche Bewegungsdynamik zeigen sonst nur Viereck-Stars“, waren sich die Experten einig. Mit der Wertnote 9,33 von maximal 10 Punkten machte das Richtertrio der Bezirksschau den Braunen erst zum Sieger der springbetonten Hengstfohlen und dann zum Gesamtsieger der insgesamt vier Fohlen-Abteilungen. Die Mutterstute des Gesamtsiegers ist keine Unbekannte: Auch sie gewann einst als Fohlen ihre Abteilung auf dem Bezirkswettkampf in Beedenbostel.

 

Ebenfalls gut ab schnitt der Lüchower Fohlenschausieger der springbetonten Stutfohlen. Der Qualito/Valentino-Nachkomme aus der Zucht von Familie Meyer aus Meetschow landete mit der Wertnote 8,25 und nur 0,25 Punkten Abstand zum Sieger auf Platz drei.

 

Über dem Sprung brillierte erneut die von der Zuchtgemeinschaft Strathusen aus Dünsche gezogene Stolzenberg/Landadel-Tochter. Die Siegerin des Dannenberger Freispringwettbewerbs wurde Reservesieger der Abteilung der Springstuten. Hocherfolgreich in Beedenbostel war auch die Fürstbischof/Sir Donnerhall-Tochter aus der Zucht von Ilse und Wilhelm Niebel aus Quartzau. Die Juroren setzten die für den Pferdezuchtverein (PZV) Uelzen startende Dunkelbraune auf Platz drei in der Abteilung der Siegerstuten.

 

Nach vier Jahren war Lüchow-Dannenberg das erste Mal wieder mit einer Stutenfamilie vertreten. Das Fuchstrio um die Federweisser/Borneo-Stute mit Namen Felicias belegte einen guten vierten Platz. Anke Mertens aus Mützen stellte Felicias mit ihren Töchtern von Royal Blend und Edward vor.

 

Auf dem Lüneburger Elite-Championat messen sich die Besten der regionalen Fohlen- und Stutenschauen. Insgesamt gehören 17 Pferdezuchtvereine (PZV) zum Bezirksverband Lüneburg. Die Arbeitsgemeinschaft der PZV Lüchow, Dannenberg und Gartow hatte vier Fohlen, eine Stute und eine Familie in den Wettkampf geschickt.

Text und Foto: B. Helmcke - 8. Juli 2018

  • Bewegungsstarke Sieger

          Fohlenschau: Züchter zeigten 44 Fohlen – 11 erhielten die Zulassung für die Auktion in Luhmühlen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto links oben: Wie gut, dass sein Züchter sich bei der Hengstauswahl vom Zufall leiten ließ, sonst hätte es dieses Fohlen nicht gegeben. Über dessen Sieg in der Abteilung der dressurbetonten Stutfohlen freuen sich seine Vorführerin Loraine Grun und der AG-Vorsitzende Hubertus Trapp.

 

Foto rechts oben: So sieht der Sieger der dressurbetonten Hengstfohlen aus. Der Quando Unico/Don Presidente-Nachkomme stammt aus der Zucht von Hagen Schünemann (rechts im Foto) aus Möllendorf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto links unten: Der Abteilungssieger der springbetonten Stutfohlen ist eine Qualito/Valentino-Tochter. Familie Meyer aus Meetschow hat sie gezüchtet.

 

Foto rechts unten: Höchstbenotetes Fohlen der Schau war ein Qualito-Sohn aus der Zucht von Günter Keller aus Bermatingen. Das springbetont gezogene Fohlen erhielt die Höchstnote 10,0 als Einzelnote für die Merkmalgruppe „Bewegung und Elastizität“.

 

Spätestens, wenn um Weihnachten die ersten Hengstkataloge ins Haus flattern, machen sich Pferdezüchter Gedanken, mit welchem Hengst sie ihre Stute im Frühjahr anpaaren. Sie wählen Hengste aus, von denen sie meinen, dass sie die Eigenschaften ihrer Stuten verbessern. Manchmal aber ist der Zufall der beste Berater. So wie bei Reinhold Wrede, der auf der Fohlenschau mit seinem Fohlen die Abteilung der dressurbetonten Stutfohlen gewann. Der Züchter aus Ranzau hatte sich eigentlich einen anderen Hengst ausgesucht, von dem seine Stute jedoch nicht tragend wurde. „Beim Durchblättern fiel mir der Katalog aus der Hand und zeigte die Seite mit dem Hengst Finnigan … den habe ich dann genommen“, erzählte Reinhold Wrede.

 

Die Abteilung der springbetonten Hengstfohlen stand den Dressurfohlen in puncto Bewegungsqualität in nichts nach. Hier startete auch das höchstbenotete Fohlen der Schau. Es erhielt von dem Richter-Duo die Höchstnote 10,0 als Einzelnote für die Merkmalgruppe „Bewegung und Elastizität“. Das von Günter Keller aus Bermatingen gezogene Fohlen ist ein Nachkomme des jüngst eingegangenen Hengstes Qualito. Keller ist Mitglied des Pferdezuchtvereins (PZV) Lüchow. Stute und Fohlen stehen bei Thomas Ahrens in Kussebode. Der Celler Landstallmeister hat sich den Hengstanwärter bereits gesichert.

 

„Auffällig ist, dass viele Mutterstuten entweder gute Stutenprüfungen hatten oder im Sport erfolgreich waren“, bilanzierte Hermann Jürgen Rump, der auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft (AG) der PZV Lüchow, Dannenberg und Gartow bereits seit vielen Jahren als Richter auf den Lüchower Mehrzweckplatz kommt. Das Vorstandsmitglied des Hannoveraner-Verbands versicherte, dass die hiesigen Züchter mit ihren Stämmen gut aufgestellt seien. Kein Wunder also, dass sein Richterkollege Jürgen Stuhtmann gleich elf Fohlen für die Luhmühlener Auktion zuließ. Insgesamt beurteilten Rump und Stuhtmann, Vorsitzender der Gemeinschaft der Pferdezuchtvereine Lüneburg Nord, 45 Nachkommen von 33 Hengsten.

 

Als das letzte Fohlen die Dreiecksbahn betrat, waren die Sieger ermittelt und die meisten Zuschauer schon gegangen. Eine Beurteilung sollte der Zuspätkommer trotzdem erhalten, entschied der AG-Vorsitzende Hubertus Trapp. Denn normalerweise ist für einen Züchter nichts wertvoller als ein ehrliches Feedback, wenn es darum geht, ob eine Hengstauswahl gelungen ist. Wer wissen möchte, welche drei Fohlen in den Abteilungen die Nase vorn hatten, klickt hier doppelt.

Text und Fotos: B. Helmcke – 30. Juni 2018

  • Siegerin der Nachbarkreis-Schau kommt aus Quartzau

          Fürstbischof-Nachkomme von Ilse und Wilhelm Niebel gewinnt ZSP und Schau des PZV Uelzen



Frahja (Foto) heißt die Stute, die jüngst die Stutenschau in Schlieckau gewann. Ihr Name war Programm. Er ist germanischer Herkunft und bedeutet „Edeldame“. Die Hannoveraner-Prämien-Anwärterin stammt von dem Celler Landgestüthengst Fürstbischof ab und ist aus einer Sir Donnerhall-Mutter.

 

Die Vierjährige absolvierte am Vormittag die Zuchtstutenprüfung als Beste und gewann auf der sich anschließenden Schau ihre Klasse. Sehr zur Freude ihrer Aussteller Ilse und Wilhelm Niebel aus Quartzau setzte sich Frahja auf dem Schlussring gegen vier weitere Klassensiegerinnen durch und wurde mit der Siegerschärpe dekoriert.

 

Die Jury bewertete die Dunkelbraune in der Grundgangart Galopp mit der Höchstnote 10,0 und auch die Benotung ihrer Rittigkeit blieb mit 9,25 nur wenig darunter. Im Freispringen erhielt die dressurbetont gezogene Stute die Note 7,75. Ulrich Hahne, stellvertretender Zuchtleiter des Hannoveraner-Verbands und einer der vier Richter, testierte Frahja „Intelligenz über dem Sprung“. Kein Wunder, dass die Alleskönnerin als Prüfungssiegerin von insgesamt 25 Teilnehmerinnen hervorging. Gut war auch die Qualität der Stuten auf der Schau am Nachmittag: Zwei Drittel der Starterinnen wurden mit einen 1a-Preis ausgezeichnet.

 

Das Ehepaar Niebel hatte die Dunkelbraune als Fohlen von Heike Vieregge aus Groß Gusborn erstanden. Sie war es auch, die der Stute ihren Namen gab. Die passionierten Züchter aus Quartzau haben den Pferdezuchtverein (PZV) Dannenberg als Heimatverein gewählt, Frahja jedoch von Rüdiger Löer auf dem Margarethenhof im Landkreis Uelzen ausbilden lassen. Zuchtstutenprüfungen und Stutenschauen sind für alle Verbandsmitglieder offen. Wenn nichts dazwischenkommt, sehen wir die „Edeldame“ auf der Kreistierschau im September in Dannenberg wieder.

 Text: B. Helmcke, Foto: U. Hahne – 19. Juni 2018


  • „…vom Allerfeinsten“

         Stutenprüfung und -schau: Beste Prüfungsstute, Siegerfamilie und zwei weitere Klassensiegerinnen aus

      Lüchow-Dannenberger Zucht – Jury lobt Ablauf der Veranstaltung

  


So sieht die Siegerfamilie der Dannenberger Stutenschau aus: Der AG-Vorsitzende Hubertus Trapp freute sich mit Anke Mertens (rechts) und ihrem Team über den Erfolg des 1a-prämierten Fuchs-Trios.


 
„Der Veranstaltungsort Dannenberg wird von den Züchtern sehr gut angenommen“, resümierte Hubertus Trapp, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine (PZV) Lüchow, Dannenberg und Gartow. „Der Ablauf von Prüfung, Stutbuchaufnahme und Schau war vom Allerfeinsten“, lobte Sarah Handke, Assistentin des Landgestüts Celle und Richterin der vierköpfigen Jury.


Nicht nur aus organisatorischer Sicht war die Veranstaltung in der Reitschule Dannenberg herausragend, auch die Qualität der Stuten lag auf hohem Niveau. Beste Prüfungsstute von 19 Prüfungskandidatinnen wurde eine Granturo-Tochter aus einer Embassy-Mutter, gezogen von Konrad Jirjahn aus Meuchefitz und im Besitz von Sofie Guhl aus Hitzacker. Der Fuchs absolvierte die Zuchtstutenprüfung am Vormittag mit der Endnote 8,11. Nur die Gewinnerin des Dannenberger Freispringwettbewerbs, die Stolzenberg-Tochter der Zuchtgemeinschaft (ZG) Strathusen, erhielt eine höhere Note für das Springvermögen. Rund 40 Prozent der Prüfungsstuten stammten von AG-Mitgliedern.


Auch am Nachmittag auf der Schau sorgten Füchse aus Lüchow-Dannenberger Ursprungszucht für Furore: Mit einen 1a-Preis bedacht wurde die Familie der „Felicias“ von Federweisser/Borneo. Die drei Prämienstuten gewannen den Familienwettbewerb. Anke Mertens aus Mützen stellte die 18-jährige Stute mit ihren Töchtern von Royal Blend und Edward vor. „Eine charmante Stutenfamilie, die mit Gleichmaß zu gefallen weiß“, kommentierte der erste Vorsitzende des Hannoveraner-Verbands Hans-Henning von der Decken.


Ebenfalls auf das Konto der hiesigen Züchter gingen die Siege in der Klasse der Zweijährigen und in der Klasse der dreijährigen Stuten ohne Prüfung. Erstere gewann eine Stute von Fürstbischof/Lauries Crusador xx aus der Zucht von Bianca Helmcke. Letztere eine Fürst Romancier/Competent-Tochter der Familie Meyer.


Schausiegerin aber wurde eine Dancier-Tochter aus einer Hohenstein/T.-Mutter vom Gestüt Julienhof. Handke, von der Decken, Maren Schlender vom Hannoveraner-Verband sowie Turnierrichterin Anna von Holten-Jungheit machten den Rappen erst zum Klassensieger der drei- bis fünfjährigen Prüfungsstuten. Auf dem Schlussring, auf dem sich alle Klassensiegerinnen noch einmal dem kritischen Blick der Juroren stellten, wurde die Stute dann zur Freude ihres Züchters Hans-Joachim Bittrich zur Gesamtsieger auserkoren.


Insgesamt nahmen 28 Einzelstuten und zwei Familien an der Schau teil: 15 Stuten erhielten einen 1a-Preis, davon elf eine Anwartschaft auf die Hannoveraner-Prämie.
Wenn Sie hier doppelt klicken, gelangen Sie zur Ergebnisliste und den Fotos der Stutenschau.
Text und Fotos: B. Helmcke – 4. Mai 2018


  •  „… einmal im Leben“

       Pferdezuchtverein Gartow ehrte auf der Jahreshauptversammlung Prämienhengst-Züchterin Cornelia Gedenk und andere



Matthias Vorreier (von links) und Heinrich Meyer überreichten einen Zinnbecher, Fotos und Urkunden für besondere züchterische Erfolge an: Eckhart Wrede in Vertretung für Dr. Heike Hartwig, Dr. Jürgen Lehner, Ehepaar Gedenk und Heino Hergenröther.


Wessen Hengst zur Körung nach Verden darf, hat allen Grund stolz, zu sein. Immerhin schaffen das nur die zwei Prozent besten männlichen Vertreter eines Jahrganges. Wenn der Hengst auch noch die letzte Selektionsstufe nimmt und gekört wird, gehört er gar zu den besten 1-Prozent. Zu den 0,2-Prozent Besten darf er sich zählen, wenn er als züchterisch besonders wertvoll erachtet und zum Prämienhengst kürt wird. „Ein solches Ausnahmepferd zu züchten, gelingt einmal im Leben“, stellte der Vorsitzende Heinrich Meyer auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Pferdezuchtvereins (PZV) Gartow im Gasthaus Herter in Meetschow fest.

Entsprechend feierlich ging es unter dem Tagespunkt „Ehrung“ zu, bei dem die im letzten Jahr erfolgreichen Mitglieder mit Urkunden und Ehrenpreisen bedacht wurden. Als Erstes überreichte Meyer Cornelia Gedenk aus Legde ein gerahmtes Foto des von ihr gezogenen For Romance-Nachkommens aus einer St. Moritz-Mutter. Die Züchterin des Prämienhengstes mit Namen „Fassiamos“ war bereits auf der Hannoveraner Körung im Oktober mit der silbernen Medaille der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ausgezeichnet worden. In der Gaststätte Herter erhielt sie nun die dazugehörige Urkunde. Ebenfalls in Verden gekört wurde ein Hengst von Cornet Obolensky/Lord Z aus der Zucht von Familie Lehner aus Müggendorf. Über das Foto des Springhengstes freute sich Dr. Jürgen Lehner. Züchterin des Pferdes ist Birgit Lehner. Mit einem Zinnbecher für die beste Zweijährige der AG-Stutenschau wurde Dr. Heike Hartwig aus Neuwallmoden bedacht. Gestütsoberwärter Eckhart Wrede nahm den Ehrenpreis für die Züchterin der Buckingham/Weltruhm-Tochter entgegen. Eine Verbandsurkunde gab es für Heiko Herrenröther aus Prezelle. Seine Stute „Emely“ von Embassy I/Narew xx wurde mit der Hannoveraner Prämienanwartschaft ausgezeichnet.

Im Rückblick auf das vergangene Zuchtjahr erinnerte Meyer an die Erfolge Gartower Züchter auf dem Freispringwettbewerb. Dort belegten in der Abteilung der Vierjährigen zwei Pferde Medaillenränge: Auf Platz eins setzen die Richter die Comte/Embassy I-Tochter aus der Zucht des Vorsitzenden, Platz zwei ging an den von Matthias Vorreier, Aulosen, gezogenen Wallach von Dutschke/Count Grannus. Bei den Fünf- bis Sechsjährigen holte der Wallach von Acadius/Con Sherry aus der Zucht von Bernd Fabian, Bömensin, den Reservesieg. Auf der AG-Fohlenschau glänzte Vorreier mit einem dressurbetonten Hengstfohlen von Rotspon/Warkant auf Platz drei in seiner Abteilung.

Dass der PZV Gartow auch zukünftig für Spitzenergebnisse sorgen wird, darauf deuteten die vor Versammlungsbeginn auf dem nahen Hof der Familie Meyer gezeigten Fohlen (siehe Fotos) hin. Eine Neuigkeit aus dem Verband brachte die Jungzüchtersprecherin Birgit Stute mit: Ab sofort können die Junior-Züchter auf all ihren Veranstaltungen auch mit Pferden starten, die anderen deutschen Zuchtverbänden angehören. „Durch diese Regelung können mehr junge Leute bei uns mitmachen“, so Stute. Der Ehrenvorsitzende Dr. Matthias Herbst machte sich für die Kreistierschau stark. Er forderte die Züchter auf, viele Stuten auf der Veranstaltung im September zu zeigen.

Im vergangenen Haushaltsjahr buchte der Geschäftsführer Vorreier 790 Euro Einnahmen und 792 Euro Ausgaben. Dank des Vortrags aus 2016 in Höhe von 1604 Euro schloss die Vereinskasse mit einem Guthaben von 1602 Euro ab. Der Verein hatte einen Austritt und zwei Eintritte zu verzeichnen. Die derzeitige Mitgliederzahl beträgt 38. Der Stutenbestand des Vereins beläuft sich auf 47 Stuten.




Text und Fotos: B. Helmcke – 18. April 2018


  • Grandiose Technik, überragendes Vermögen, …“

       11. Dannenberger Freispringwettbewerb: Stolzenberg-Tochter aus der Zucht von Familie Strathusen sprang am besten


Höchstbenotetes Pferd des Freispringwettbewerbs ist eine Stolzenberg-Tochter (von links) aus der Zucht von Familie Strathusen. Hier zu sehen mit Ihrem Ausbilder Jan Steffen und den Richtern Pico Hannöver und Heinz Meyer sowie den Zweit- und Drittplatzierten nebst Betreuern.

 

Eigentlich wollten sich Heinz Meyer, Zuchtberater der Deckstation Paul Schockemöhle, und Ausbilder Pico Hannöver beim Kommentieren der Pferde abwechseln. Wenn aber eins besonders gut sprang, ging schon einmal die Begeisterung mit den Richtern durch - so wie bei einem Nachkommen des Celler Hengstes Stolzenberg aus einer Landadel-Mutter. „Grandiose Technik, überragendes Vermögen, tolle Einstellung …“, schwärmte Pico Hannöver drauf los.


Nachdem er und sein Richterkollege, 31 Springpferde begutachtet hatten, stand fest, die Stolzenberg-Tochter, die Richter und Publikum gleichermaßen faszinierte, ist Tagessiegerin des 11. Freispringwettbewerbs. Kein Erstplatzierter der älteren Abteilungen hatte eine bessere Bewertung als die von Familie Strathusen aus Meßdorf gezogene Gewinnerin der Dreijährigen. Nicht der erste Erfolg für die Züchterfamilie: In 2017 stellte sie mit dem Halbbruder den Jahreschampion des Verdener Freispringwettbewerbs. „Sie bleibt als Zuchtstute auf dem Hof“, hatte Kathrin Strathusen, Mitglied des Pferdezuchtvereins (PZV) Lüchow, bereits vor dem Wettbewerb entschieden.


Die Abteilung der Vierjährigen gewann ein Plot Blue/For Keeps-Sohn. Ausgestellt wurde der Braune von PZV Gartow-Mitglied Dr. Jürgen Lehner aus Müggendorf. In der sorgfältig hergerichteten Halle der Reitschule Dannenberg begeisterte der Youngster vor allem durch elastische, von enormen Abdruck geprägte Sprünge. Eigenschaften, die der Hengst Plot Blue anscheinend auch dem Fohlen vererbt hatte, das zur Freude der Zuschauer in der Pause gezeigt wurde.


An die Spitze der Fünf- und Sechsjährigen setzte das Experten-Duo einen Wallach von Gem of India/Mytens xx (xx steht für Englisches Vollblut). Den Rappen, der ebenfalls aus der Zucht von Familie Strathusen stammt, lobte Heinz Meyer als „hoch interessanten Sportler“. Ausgetragen wurde der Wettbewerb im Freispringen.


Die hiesigen Jungzüchter nahmen den von der Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow organisierten Wettbewerb zum Anlass, sich in der Bewertung von Springpferden zu üben. „Wir haben qualitätsvolle Pferde gesehen“, freute sich der AG-Vorsitzende Hubertus Trapp.
Die Starter- und Ergebnislisten sind nur einen Doppelklick entfernt.

Text und Fotos: B. Helmcke – 10. April 2018


  • Wieder an der Spitze der Zucht

      Goldene Plakette für Armin Haebler

     

   

Züchterehrungen (von links): Armin Haebler, Otto Schillmann, Uwe Brennenstuhl, Christoph Lüders für Claudia Kubat, Reinhold Josef, Konrad Jirjahn, Gerhard Goltz, Thomas Kaiser, Anke Mertens (knieend von links), Sarah Fandrich und Bianca Helmcke

 

Das alte Sprichwort: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“, traf für den Pferdezuchtverein Lüchow keinesfalls zu, denn die insgesamt elf Ehrungen auf der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend zeigten einen erfolgreichen Verein mit vielen engagierten Mitgliedern. Eine besondere Ehrung erhielt Armin Haebler für seine hervorragenden Leistungen in der Pferdezucht und -haltung.

 

Der erste Vorsitzende Thomas Kaiser zeichnete Haebler mit der goldenen Plakette der deutschen reiterlichen Vereinigung aus. „Armin war seinerzeit 40 Jahre im Vorstand aktiv und unterstützt die Pferdezucht-AG und den Verein immer noch sehr engagiert“, unterstrich Kaiser die hohe Auszeichnung. Ehrennadeln für besondere Leistungen erhielten Konrad Jirjahn und Gerhard Goltz, „dessen Pferd bereits in diesem Jahr schon eine internationale Prüfung gewann“, informierte der Vorsitzende die 45 Anwesenden im Gasthaus Sültemeier in Dünsche.

 

Einen Zinnbecher gab es für Reinhold Josef für das beste Lüchower Springfohlen, für Bianca Helmcke für das beste Dressurfohlen und für Claudia Kubat für die Siegerfamilie auf der Stutenschau 2016. Urkunden verteilte der Vorstand an Uwe Brennenstuhl für die beste Stutenfamilie, an Otto Schillmann für die Siegerstute auf der Stutenschau und den Erhalt der Verbandsprämienanwartschaft. Ebenfalls die Anwartschaft und eine Urkunde bekamen Jutta und Olaf Fahndrich, Bianca Helmcke, Anke Mertens und Thomas Kaiser.

 

Den vielen Ehrungen standen ebenso viele Aktivitäten im vergangenen Jahr voran, wie Kaiser berichtete. Dazu gehören die Stuten- und die Fohlenschauen sowie die Fohlenauktion in Luhmühlen und der traditionelle Verkaufstag in Dannenberg. „Dieser Verkaufstag hat sich mittlerweile zu einem sehr guten Baustein für die Züchter etabliert“, betonte der Vorsitzende.

 

Zum Pferdezuchtverein gehören 125 Mitglieder und 121 eingetragene Stuten, berichtete Geschäftsführerin Bianca Helmcke. Im letzten Jahr hätte der Verein zudem acht Austritte und einen Eintritt zu verzeichnen gehabt. Trotz vieler Aktionen hätte der Verein ein finanzielles Polster, so Helmcke. Mit Einnahmen von 4819 Euro und Ausgaben von 4679 Euro ergäbe sich zwar nur ein Plus von 140 Euro. „Mit unserem Vortrag aus dem Vorjahr hatten wir einen Kassenstand am 31.12.2017 von 4067 Euro“, erklärte Helmcke. Mit einer Enthaltung in seinem Amt als zweiten Vorsitzenden bestätigte die Versammlung Jörg Sültemeier.

 

Gestütsoberwärter Eckhart Wrede informierte über den Einzug des Hengstes Stanley in der Splietauer Deckstelle. Einen umfangreichen Jungzüchterbericht lieferte Birgit Stute, die mit ihren Jungzüchtern im vergangenen Jahr viele Schleifen sammelte. Grund zur Sorge sind die immer weniger werdenden Jungzüchter. „Darüber diskutieren wir am Wochenende in Verden“, informierte Stute. Lüchow-Dannenberg hätte mit 14 Kindern immer noch die zweitgrößte Gruppe im Verband. Im Jahrbuch Zucht besonders erfolgreich mit ihren Pferden vertreten sind Christa Marklewitz, Otto Schillmann und Angelika Schareina, wie Sültemeier berichtete. „Wir sind mit unserer Zucht wieder an der Spitze, das zeigen die vielen erfolgreichen Pferde, die auch auf internationalen Prüfungen vorne mit dabei sind“, bilanzierte Thomas Kaiser. Einen Vortrag über das Ende der Röntgenklassen von Dr. Heinrich Harre bildete den Abschluss der zweieinhalbstündigen Veranstaltung.

Text und Foto: A. Beckmann – 13. März 2018


  •  „Kleines Juwel“

       Springvererber Stanley hat seine Box auf der Deckstation bezogen

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei bestem Wetter trafen sich am Sonntagvormittag gut sechzig Hannoveraner-Freunde, um den neu aufgestallten Deckhengst Stanley (zwei Fotos) in Augenschein zu nehmen. Als „kleines Juwel“ bezeichnete Gestütsoberwärter Eckhart Wrede den zwölfjährigen Springvererber.

 

Präsentiert wurde der Stakkato-Sohn aus einer Loredo-Mutter an der Hand. Der kecke Fuchs ist Verdener Hannoveraner-Champion 2011 (Springfoto) und gewann im selben Jahr die Einlaufprüfung auf dem Bundeschampionat in Warendorf mit der Wertnote 9,1. „Am 1. Mai wird der Splietauer Neuzugang auf dem Züchtertag in Dannenberg über dem Sprung zu sehen sein“, versprach der Gestütsoberwärter.

 

Die Ankunft des Hengstes auf der Station Splietau läutet traditionell das neue Zuchtjahr ein. Zu der Veranstaltung hatten die Deckstelle und die Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow eingeladen. Für gut vier Monate beziehen Eckhart Wrede und Beschäler Stanley die hiesige Außenstelle des Niedersächsischen Landgestüts Celle. Während andere Nebenstellen bereits ohne einen Hengst auskommen müssen, der im Natursprung deckt, werden die hiesigen Züchter noch immer mit einem bedacht.
Text und zwei Fotos: B. Helmcke, Springfoto: K. Beelitz - 9. März 2018


  • Dannenberger Pferde hoch im Kurs

      Pferdezuchtverein Dannenberg zeichnete erfolgreiche Züchter auf seiner Jahreshauptversammlung aus

 

 

Geehrt wurden (von links) Elena Lange, Wilhelm Struck, Margret Brauch-Rohe und Gesine Jahncke. Sie alle haben Reitpferde gezogen, die zu überdurchschnittlichen Preisen verauktioniert wurden. Mit ihnen freuten sich Gastredner Dr. Christoph Lagemann und der Vorsitzende des Dannenberger PZV Hubertus Trapp.

 

Eine Weisheit unter Pferdeleuten lautet: Man kann mit Pferden ein kleines Vermögen machen, wenn man vorher ein großes Vermögen hatte. Dass es bisweilen gelingt, diese Regel zu durchbrechen, bewies der Tagesordnungspunkt „Ehrungen“ auf der Jahreshauptversammlung des Dannenberger Pferdezuchtvereins (PZV) am Freitag. Der erste Vorsitzende Hubertus Trapp überreichte vier Mitgliedern gerahmte Fotos von Pferden, die diese gezogen haben und die im Jahr 2017 für mehr als 20.000 Euro verauktioniert wurden. „Auch wenn die Tiere zum Verkaufszeitpunkt teilweise bereits andere Besitzer hatten, sind die erzielten Preise ein Zeichen der Wertschätzung unserer Zuchtarbeit“, erklärte Trapp den knapp 50 Besuchern im Hotel Steinhagen in Damnatz.

 

Ein glückliches Händchen bei der Anpaarung hatten: Werner Lange aus Predöhlsau mit einer Check In-Tochter aus einer Stute vom Hengst Count Garannus, Wilhelm Struck aus Groß Gusborn mit einem Astis’s Amsterdam/Laturo-Nachkommen, Margret Brauch-Rohe aus Hitzacker mit einem Wallach von Quintender/Glenfiddich und Gesine Jahncke aus Bückau mit einem Danone II/Federweisser-Nachkommen. Für Werner Lange nahm seine Tochter Elena die Ehrung entgegen.

 

Der erste Vorsitzende informierte über die Aktivitäten der Pferdezucht-AG im vergangenen Jahr und stellte dabei die Erfolge des Dannenberger PZV heraus. Er erinnerte an das höchstbenotete Pferd des Dannenberger Freispringwettbewerbs. Die Stolzenberg/Crazy Classic-Tochter hatte erst die Abteilung der Dreijährigen gewonnen und wurde dann zur Tagessiegerin erklärt. Sie stammt aus der Zucht von Jürgen Kastens aus Klein Heide. Einen weiteren Abteilungssieg erzielte eine Stute von Check In/Calypso II aus der Zucht von Wilhelm Struck. Die Braune konnte die Abteilung der Fünf- bis Sechsjährigen für sich entscheiden.

 

Auch auf der Fohlenschau sorgte die Zucht von Dannenberger Mitgliedern für Furore: Reservesieger der springbetonten Stutfohlen war ein von August Clasen, Prabstorf, gezogener Light My Fire/Count Grannus-Nachkomme. Ebenfalls auf Platz zwei landeten in den dressurbetonten Abteilungen ein Hengstfohlen von Londontime/De Niro aus der Zucht von Jan Steffen, Nebenstedt, sowie ein Stutfohlen von Finnigan/Locksley II, gezogen von Helmut Stöffler, Gut Riekau.

 

Gitta Hielscher buchte im letzten Jahr 1981 Euro Einnahmen und 1865 Euro Ausgaben. Die Vereinskasse schloss am 31.12.2017 mit insgesamt 2758 Euro positiv ab. „Die Anzahl aller im PZV Dannenberg organisierten Züchter beträgt 117, davon sind 73 Mitglieder aktiv. Die Zahl der eingetragene Stuten ist 101“, ergänzte die Geschäftsführerin.

 

Einen Einblick in die Jungzüchterarbeit gab Birgit Stute aus Breese in der Marsch. Besonders stolz ist die Jungzüchtersprecherin auf Cora Sauer aus Groß Gusborn und Julina Wrede aus Künsche: Erstere wurde Sechste Ihrer Altersklasse auf dem Jungzüchterfinale in Verden, Julina erhielt den Titel „Bester Peitschenführer“ auf dem Lüneburger Bezirkswettkampf. In seinem Deckstellenbericht wies Eckhart Wrede auf den am 17. April stattfindenden Freispringlehrgang mit Joachim Winter hin.

 

Matthias Vorreier berichtete aus der AG Lüneburg Nord über eine geplante Änderung bei der Ausstellergebühr für die Luhmühlener Fohlenauktion. Ab sofort ist der Betrag für den Foto- und Videotermin bei Anmeldung zu zahlen und nicht erstattungsfähig. Tierarzt Dr. Christoph Lagemann aus Plätz referierte über den neuen Röntgenleitfaden für Pferde.

Text und Foto: B. Helmcke – 9. März 2018