Aktuelles aus der AG

Lüchow - Dannenberg - Gartow

 


  • Calli gehört zu den Besten der Besten

      Lüneburger Elite-Championat: Sieg und Reservesieg für Hannoveraner aus Lüchow-Dannenberger Zucht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drei Fohlen werden mit 8,33 Punkten bewertet. Nun soll der Schrittring die Entscheidung bringen. Drei Mal umrunden die Fohlen das Richtertrio, dann steht fest: Der Sieger der springbetonten Hengstfohlen des Lüneburger Elite-Championats (Foto links) kommt aus Lüchow-Dannenberg.

 

Calli, so der Name des Siegerfohlens, stammt aus einer Contendro I-Mutter und ist seit fünf Jahren wieder das erste Fohlen von Familie Josef aus Teichlosen. Die Entscheidung ihre im Sport erfolgreiche Stute mit dem Celler Hengst „Carridam“ anzupaaren, war goldrichtig: Erst gewann Calli seine Abteilung auf der Lüchower Fohlenschau und dann auch auf der Bezirksschau in Beedenbostel.

 

Höchstbenotete Stute aus Lüchow-Dannenberger Zucht und Reservesieger der Klasse der Siegerstuten war eine von Otto Schillmann aus Köhlen (Foto Mitte, links) gezogene Fürstenball/Fidertanz-Tochter (Foto rechts). „Edel, korrektes Gebäude und immer im Takt“, schwärmten die Richter von der Hannoveraner-Prämienanwärterin mit Namen Fürstin und schrieben ihr 8,75 Punkte ins Protokoll.

 

Auf dem Lüneburger Elite-Championat messen sich die Besten der regionalen Fohlen- und Stutenschauen. Insgesamt gehören 17 Pferdezuchtvereine (PZV) zum Bezirksverband Lüneburg. Die Arbeitsgemeinschaft der PZV Lüchow, Dannenberg und Gartow hatte fünf Starter in den Wettkampf geschickt. Zwei davon landeten auf Medaillen-Rängen. Die erfolgreichen Aussteller sind Mitglieder des PZV Lüchow.

Text und Fotos: B. Helmcke – 14. Juli 2017

  • Hohe Noten für tolle Fohlen

      Hannoveraner-Züchter brillierten auf der AG-Schau in beiden Disziplinen

 

 

 

 








 

 

Foto links oben: Der Buckingham-Sohn aus der Zucht von Angelika Schulz aus Liepe wurde Sieger der dressurbetonten Hengstfohlen. Hier ist er im Alter von sieben Wochen auf dem Züchtertag in Dannenberg zu sehen.

Foto rechts oben: Höchstbenotetes Fohlen der Schau mit 9,67 von 10 möglichen Punkten war eine Fürstbischof-Tochter aus der Zucht von Bianca Helmcke aus Teichlosen. Mit der Züchtertochter Emily (Foto) freut sich der AG-Vorsitzende Hubertus Trapp.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto links unten: Die von Uwe Brennenstuhl aus Lüchow gezogene Perigueux-Tochter landete auf Platz eins der springbetonten Stutfohlen. Sie bleibt als Zuchtstute auf dem Hof.


Foto rechts unten: Mit hervorragender Bewegungsqualität überzeugte der Sieger der springbetonten Hengstfohlen. Das von dem Teichloser Reinhold Josef gezogene Fohlen ist für die Luhmühlener Auktion zugelassen.


Als am Sonnabend das letzte und jüngste Fohlen die Dreiecksbahn betritt, scheint die Fohlenschau längst entschieden. Die bereits ermittelten drei Abteilungssieger sind von überragender Qualität und auch im laufenden Wettbewerb erhielt ein Fohlen schon eine Wertnote über 9. Aber davon ahnt die Ende Mai geborene Tochter des Hengstes Fürstbischof nichts. Sie passt nur auf, dass sie möglichst dicht bei ihrer Mutter bleibt. Am Ende verlässt die Dunkelbraune die Dreiecksbahn mit der Gesamtnote 9,67. Damit machte das Richtertrio die letzte Starterin erst zum Sieger der dressurbetonten Stutfohlen und dann zum höchstbenoteten Fohlen des Tages.


„Hochmoderne, bewegungsstarke Fohlen in beiden Disziplinen“, bilanzierte Hartmut Kettelhodt, der auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow zum ersten Mal als Richter auf den Mehrzweckplatz nach Lüchow gekommen war. Der ehemalige Auktionspferdetrainer des Hannoveraner-Verbands mit der markanten Stimme betonte bei der Kommentierung des Nachwuchses immer wieder die für eine spätere Sportkarriere bedeutenden Merkmale. „Schöne Mütter haben schöne Kinder“, ergänzte Jürgen Stuhtmann vom Lüneburger Bezirksverband mit Blick auf die hiesigen Stutenstämme.


Die Begeisterung der Juroren für Fohlen aus Lüchow-Dannenberg spiegelte sich auch in der Anzahl der für die Luhmühlener Auktion ausgewählten Fohlen wieder: Acht zum Verkauf stehende Fohlen erhielten die Zulassung. Vier Mal zückten die Richter die Höchstnote 10,0 als Einzelnote für die Merkmalgruppe „Typ und Gebäude“ oder „Bewegung und Elastizität“. Insgesamt beurteilten Kettelhodt und seine Richterkollegen Stuhtmann sowie der Landstallmeister adè Dr. Burchard Bade 40 Nachkommen von 27 Hengsten.


Sehr zufrieden mit der überdurchschnittlich gut besuchten Schau zeigte sich auch Hubertus Trapp, Vorsitzender der Pferdezucht-AG: „Wir haben wieder tolle Fohlen gesehen. Pferdezucht hat bei uns nach wie vor einen hohen Stellenwert.“

Text und Fotos: B. Helmcke – 26. Juni 2017

 

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  • „… an der Spitze überragend“

     Schausiegerin und beste Lüchow-Dannenberger springbetonte Prüfungsstute kommen aus Köhlen und Seerau in der Lucie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



So viele 10er Noten in einer Zuchtstutenprüfung hatten wir noch nie“, freute sich Hubertus Trapp, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine (PZV) Lüchow, Dannenberg und Gartow. „Die Prüfungsstuten waren an der Spitze überragend“, resümierte der Celler Landstallmeister Dr. Axel Brockmann.


Drei von 31 Prüfungskandidatinnen erhielten in der Reitschule Westermann in Dannenberg sowohl für die Springmanier als auch für das Springvermögen die Höchstnote 10. Eine davon war die von Karl-Heinz Jirjahn aus Seerau in der Lucie gezogene Tochter des Hengstes Stolzenberg aus einer Lincolm L-Mutter (Foto rechts). Das Richtergremium, das sich aus Dr. Brockmann, Turnierrichterin Anna von Holten-Jungheit sowie Maren Schlender und Manfred Schäfer vom Hannoveraner-Verband zusammensetzte, machte sie zur Reservesiegerin der dreijährigen Prüfungsstuten.


Schausiegerin aber wurde eine bereits auf der letzten Stutenschau hochgelobte Fürstenball-Fidertanz-Tochter (Foto links). Die tpyvolle Dunkelbraune gewann erst die Klasse der „Dreijährigen ohne Prüfung“. Auf dem Schlussring im Dannenberger Hermann-Stolte-Stadion, auf dem alle Klassensiegerinnen sich noch einmal dem kritischen Blick der Juroren stellen, wurde die Stute dann zur Freude ihres Züchters Otto Schillmann aus Köhlen zur Gesamtsieger auserkoren.


Mit einen 1a-Preis und der Note 7,8 bedacht wurde die Familie der „Pocahontas“ von Perigueux/Singular Joter. Sie gewann konkurrenzlos den Familienwettbewerb. Uwe Brennenstuhl aus Lüchow stellte die achtjährige Stute mit ihren zwei Töchtern von Viscount vor. „Eine Stutenfamilie, die mit Gleichmaß an Bewegungsqualität und Typ zu gefallen weiß“, kommentierte die Jury. Den Klassensieg bei den vier- bis fünfjährigen Prüfungsstuten holte sich eine Lissaro/Gibraltar-Tochter vom Zuchthof Thomas Kaiser aus Lüsen, die Zweijährigen-Klasse gewann ein Buckingham/Weltruhm-Nachkomme des PZV Gartow-Mitglieds Dr. Heike Hartwig aus Neuwallmoden.


Insgesamt wurden 23 Einzelstuten und eine Familie gezeigt: Elf Stuten erhielten einen 1a-Preis, davon zehn eine Anwartschaft auf die Hannoveraner-Prämie. Acht Anwartschaften sowie vier von fünf Klassensiegen gingen auf das Konto der hiesigen Züchter. Die aus Prüfung, Schau und Stutbuchaufnahme bestehende Veranstaltung dauerte neun Stunden lang. Aufgrund des in diesem Jahr deutlich reduzierten Prüfungsangebot hatte Dannenberg noch mehr Zulauf als sonst.

Text und Fotos: B. Helmcke – 7. Mai 2017

 

Die Ergebnisliste der Stutenschau ist nur einen Doppelklick entfernt.


  • Sport und Zucht Hand in Hand

      Hannoveraner-Züchter präsentierten qualitätsvolle Fohlen auf dem Regionaltag „Reiten“

 

Das bewegungsstarke Hengstfohlen des Springvererbers Light My Fire stammt aus der Zucht von Hermann Land aus Dünsche. Die Vorführerin wollte anschließend wohl noch eine Prüfung reiten.

 

Inzwischen ist die Präsentation der ersten Fohlen auf dem Regionaltag „Reiten“ fester Programmpunkt. „Zucht und Sport gehören zusammen“, so Hubertus Trapp, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow. So mancher Teilnehmer war sowohl im sportlichen als auch im züchterischen Programmteil aktiv – kein Wunder, dass hin und wieder die Zeit fehlte, das Reitjackett gegen das gelbe Poloshirt der Hannoveraner-Züchter zu tauschen. Die zahlreichen Zuschauer im Dannenberger Hermann-Stolte-Stadion nahmen es gelassen.


Insgesamt wurden acht Fohlen gezeigt.
Gestütoberwärter Eckhart Wrede hatte sie bei seinen Besuchen auf den Züchterhöfen sorgfältig ausgewählt. Vorgestellt wurde sowohl Nachwuchs von über das Landgestüt Celle angebotenen Hengsten als auch von Privathengsten. „Bildschöne Typen aus Dannenberger Leistungsstämmen“, schwärmte Hans-Heinrich Oetjen von der AG Lüneburg-Nord, der den elf Tage bis sieben Wochen alten Nachwuchs kommentierte.


Den Auftakt machte ein Sohn des Hengstes Buckingham aus einer Depardieu-Mutter. Der bei Angelika Schulz in Liepe geborene Braune wusste durch Noblesse zu gefallen. Aus der Zucht von Renaldo Dähling aus Dellien wurde ein Stutfohlen von Kétanou/Bonaparte AA vorgestellt, dem Oetjen eine steile Sportkarriere prophezeite. Dass sich ein springbetont gezogenes Fohlen auch hervorragend bewegen kann, bewies der von Ralf Hannemann aus Mützen gezogene Capistrano/Grey Top-Sohn. „Einen Bewegungskünstler“ erkannte der Kommentator in dem Rotspon/Warkant-Hengstfohlen aus der Zucht des Aulosers Matthias Vorreier. Bei dem von Hermann Land aus Dünsche gezogenen Light My Fire/Count Grannus-Hengstfohlen war es vor allem die Galoppade, die Oetjen begeisterte. Ebenfalls aus Dünsche angereist war ein sehr elegantes Diamant de Plaisir/Fighting Alpha-Stutfohlen aus der Zucht von Jörg Sültemeier. Dem Züchter Martin Reek aus Müggenburg gratulierte Oetjen zu der schicken Light My Fire/Cloney-Tochter. Spontanen Beifall erhielt ein Stutfohlen des Springvererbers Carridam. Thomas Kaiser aus Lüsen hatte den Hengst mit einer einer Natiello xx-Mutter angepaart.

Text und Foto: B. Helmcke – 2. Mai 2017


Mehr Fotos gibt es auf der Fohlenschau-Seite ...


  • Lebhafte Jahreshauptversammlung

      Pferdezuchtverein Gartow zog Bilanz und ehrte erfolgreiche Züchter


Gut besucht war die
Jahreshauptversammlung des Pferdezuchtvereins (PZV) Gartow in der Gaststätte Herter in Meetschow und das lag nicht nur an den Jungzüchtern, die in diesem Jahr selbst von ihren Aktivitäten berichteten. Engagiert trug der Vorsitzende Heinrich Meyer in seinem Rückblick die Erfolge des zahlenmäßig kleinsten der drei Zuchtvereine vor und die konnten sich wirklich sehen lassen. Dass der PZV Gartow auch zukünftig für Spitzenergebnisse sorgen wird, darauf deuteten die vorgetragene Liste der Sportpferde mit hohen Lebensgewinnsummen hin sowie die vor Versammlungsbeginn auf dem nahen Hof der Familie Meyer gezeigten Hannoveraner-Fohlen.


Erfolge 2016: Ute Meyer stellte mit einem Qualito-Sohn aus einer Grundsteins Erbe-Mutter den Gesamtsieger der Lüchower Fohlenschau. Auf der Bezirksschau in Beedenbostel landete der kecke Fuchs auf Platz zwei der springbetonten Hengstfohlen. Ebenfalls einen Medaillenrang auf der hiesigen Fohlenschau erzielten ein Fürstenhof-Fohlen gezogen von Matthias Vorreier aus Aulosen und ein Cabachon-Fohlen aus der Zucht von Familie Meyer. Einen weiteren Sieger stelle Familie Meyer auf dem Dannenberger Freispringwettbewerb. Dort setzten die Richter eine Stute von Comte/Embassy I auf Platz eins der Dreijährigen.


Über einen von der Arbeitsgemeinschaft der PZV ausgelobten Zinnbecher sowie über eine Ehrenurkunde für die von ihm gezogene Hannoveraner-Prämienanwärterin vom Hengst Likoto xx aus einer Edinburgh-Mutter freute sich Vorreier. Der Geschäftsführer des PZV Gartow erhielt die Auszeichnung für den Sieg seiner Stute auf der Stutenschau in Dannenberg. Die Braune gewann die Klasse der vierjährigen Prüfungsstuten. Für  Platz  im  Trophäenschrank  muss  auch Dr. Jürgen Lehner sorgen. Der Züchter aus Müggendorf erhielt gleich zwei Becher: einen für die von ihm gezogene dreijährige Copin van de Broy/Chacco-Blue-Tochter, den anderen für die Plot Blue/For Keeps-Tochter. Letztere wurde erst Siegerin der dreijährige Prüfungsstuten und später zur besten Springstute der Schau gekürt. Beste Dressurstute der Schau und Siegerin der Vierjährigen wurde eine Spörcken/Connery/T-Tochter. Den Becher dafür nahm Eckhart Wrede in Vertretung für Dr. Heike Hartwig aus Neuwallmoden entgegen. Außerdem gab es weitere Prämienanwärterinnen-Urkunden für Birgit Lehner sowie für Jutta Heinemann aus Solingen.


Deckstellenleiter Wrede erinnerte an den Freispringlehrgang unter der Leitung von Joachim Winter am 19. April. Beginn ist um 9 Uhr in der Reitschule Westermann in Dannenberg, ab 10.30 Uhr wird auf dem Sattelhof Steffen in Nebenstedt trainiert und anschließend bei Familie Kaiser in Lüsen. Die Fohlenrundfahrt des PZV Gartow ist für den 16. Juni geplant.


Eine lebhafte Diskussion um eine neue Verbandsprämie entbrannte nach dem Vortrag von Malene Meyer. Die Gastrednerin brachte die Neuigkeit aus Verden mit, dass im Verbandshaus über eine Auszeichnung für röntgenologisch unauffällige Stuten nachgedacht werde. „Nicht züchterfreundlich, da alle, die sich nicht um den Titel bemühen, in Misskredit geraten“, war die überwiegende Meinung der Anwesenden.


Im vergangenen Haushaltsjahr buchte Vorreier 880 Euro Einnahmen, denen Ausgaben in Höhe von 722 Euro gegenübergestanden. Dank eines Übertrags von 1447 Euro aus 2015 schloss die Vereinskasse mit einem Guthaben von 1604 Euro ab. Die derzeitige Mitgliederzahl beträgt 35, davon sind 19 aktiv. Der Stutenbestand des Vereins beläuft sich auf 43 Stuten.
Text und Foto: B. Helmcke – 15. April 2017


  • Sprinter siegt souverän

      Verdener Freispringwettbewerb der Dreijährigen auf hohem Niveau


Der Jahrgang 2014 präsentierte sich beim Freispringwettbewerb des Programms Hannoveraner Springpferdezucht auf hohem Niveau. Allen voran der Stakkato/Landadel-Sohn Sprinter (Foto), der mit der Tageshöchstnote von 10 für das Vermögen Jahrgangschampion wurde. „Wir haben außergewöhnlich gute Dreijährige gesehen. Die Qualität des gesamten Starterfeldes war überdurchschnittlich“, sagten die Richter Thomas Stiller, Rheine, und Steffen Werner, Verden.

 

42 dreijährige Talente traten an, die in zwei Abteilungen gerichtet wurden. Die Pedigrees waren abwechslungsreich, internationale Springgenetik war genauso vertreten wie klassische hannoversche Blutlinien. Der letzte Starter der ersten Abteilung rollte das Feld von hinten auf. Sprinter v. Stakkato/Landadel (Z.: Marcus Strathusen, Dünsche, Ausst.: Kathrin Strathusen, Meßdorf) überzeugte auf ganzer Linie. Sein Vermögen wurde mit der Idealnote 10 bewertet. Dazu kamen jeweils 9,0 für Manier und Gesamteindruck. Die Gesamtpunktzahl 28,5 bedeutete nicht nur den Abteilungssieg, sondern auch den Titel des Jahrgangschampions. Die zweite Abteilung führte Risi-Bisi PJ v. Ramiro/Litas Star (Z.: Marianne Duysens-Mulder, Voerendaal/NED, Ausst.: Pferdezucht Dr. Jacobs GbR, Bierbergen) an. Die Braune ließ ebenfalls kaum Wünsche offen, präsentierte sich sehr gleichmäßig und erhielt drei Mal 9,0 (Gesamt: 27,0).

 

Die Ausstellerin des Siegers freute sich nicht nur über die Siegerschärpe, sondern auch über einen Freisprung eines Springpferdevererbers der Station Völz, Bienenbüttel.

Text und Foto: Hannoveraner Verband/Tammo Ernst – 11. April 2017


  • „Lust zu springen“

          10. Dannenberger Freispringwettbewerb: Höchste Note für Stolzenberg-Tochter aus der Zucht von Jürgen Kastens

 

Höchstbenotetes Pferd des Freispringwettbewerbs ist eine Stolzenberg-Tochter aus der Zucht von Jürgen Kastens. Für diesen Erfolg erhielt die Dreijährige eine Decke, gesponsert von den hiesigen Jungzüchtern (v. l.) und Eckart Wrede von der Deckstelle Splietau.


„Wer so läuft, hat auch Lust zu springen“, lautete der erste Richterkommentar zu einem Nachkommen des Hengstes Stolzenberg aus einer Crazy Classic-Mutter. Und Christoph Bauer, Leiter des Gestüts Sprehe im Oldenburger Münsterland, sollte Recht behalten: Nachdem er und sein Richterkollege Joachim Winter, am Sonnabend knapp 30 Springpferde benotet hatten, stand die Stolzenberg-Tochter als Tagessiegerin des 10. Freispringwettbewerbs fest. Kein Sieger der älteren Abteilungen hatte eine bessere Bewertung als die von Jürgen Kastens aus Klein Heide gezogene Gewinnerin der Dreijährigen. Der Schimmel bleibt als Zuchtstute auf dem Hof, hieß es aus zuverlässiger Quelle. Ihren heimatlichen Stall verlassen werden fünf andere Teilnehmer des von der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow organisierten Wettbewerbs. Sie fanden bereits neue Besitzer.


Die Abteilung der Vierjährigen gewann keine Unbekannte. Der Comte/Embassy I -Nachkomme, ausgestellt von Heinrich Meyer aus Meetschow, hatte bereits auf dem letztjährigen Freispringwettbewerb eine Abteilung für sich entscheiden können. In der sorgfältig hergerichteten Halle der Reitschule Dannenberg begeisterte die Dunkelbraune neben dem Springvermögen vor allem durch ihre Einstellung und Abgeklärtheit.


Bei den Fünf- und Sechsjährigen, die unter freiem Himmel über vier Sprünge geritten wurden, setzten die Experten eine Stute von Check In/Calypso II an die Spitze. Der von Wilhelm Struck aus Groß Gusborn gezogenen Braunen attestierte Joachim Winter, erster Hauptsattelmeister des Niedersächsischen Landgestüts Celle, „Leichtfüßigkeit und eine herrliche Galoppade“.


Vier Stunden lang harrte das rund 150 Personen starke Fachpublikum aus, um hervorragende Leistungen zu sehen. Die hiesigen Jungzüchter nahmen den Wettbewerb zum Anlass, sich in der Bewertung von Springpferden zu üben. „Unser Wettbewerb ist nach wie vor ein fester Termin für Beschicker, Pferdefreunde und Kaufinteressenten“, freute sich der AG-Vorsitzende Hubertus Trapp.
Text und Fotos: B. Helmcke – 9. April 2017

 

Die Starter- und Ergebnisliste ist nur einen Doppelklick weit weg.


  • Überall dabei und auf einem guten Weg

     Harmonische Jahreshauptversammlung des Lüchower Pferdezuchtvereines

Züchten aus Leidenschaft - damit präsentiert sich zwar nicht nur der Lüchower Pferdezuchtverein (PZV) alleine, sondern zusammen mit der Pferdezucht AG Lüchow-Dannenberg-Gartow. Aber die Leidenschaft für Pferde und für den Erhalt der Zucht waren auf der Jahreshauptversammlung des Lüchower Pferdezuchtvereines deutlich spür- und hörbar.

 

Vorsitzender Thomas Kaiser informierte im Gasthaus Sültemeier in Dünsche über zahlreiche Aktivitäten im vergangenen Jahr. Dazu gehörten nicht nur die offiziellen Termine wie Fohlen- und Stutenschauen, Freispringwettbewerbe und der Verkaufstag. Weitere Veranstaltungen, wie die interne Fohlenschau oder das traditionelle Deckstellenfrühstück zeigten einen Verein, der Wert auf eine gute Zusammenarbeit legt.

 

„Wir sind überall dabei und auf einem guten Weg“, bilanzierte Kaiser. Spaß an der Arbeit haben offensichtlich auch die anderen Vorstandsmitglieder, denn der Tagesordnungspunkt Wahlen verlief zügig. Einstimmig wählten die 63 Anwesenden die Vorstandsmitglieder Bianca Helmcke, Kathrin Strathusen und Jörn Masche. Über ein kleines Minus in der Kasse berichtete Helmcke. Den Einnahmen in Höhe von 4961 Euro standen Ausgaben in Höhe von 5122 Euro gegenüber. Der Verein hat zurzeit 128 Mitglieder, davon sind 89 aktiv, zudem sind 128 Stuten eingetragen. Stark vertreten waren die Jungzüchter. Birgit Stute hatte ihre Schützlinge mitgebracht und jeder berichtete von seinen Erfolgen im Jahr 2016.

Für besondere züchterische Erfolge ehrte Thomas Kaiser mit einem Zinnbecher Bianca Helmcke für das beste Dressurfohlen von Fürstbischof/Lauries Crusador xx, das beste springebtonte Fohlen des PZV hatte Hermann Land mit dem Embassy/Count Grannus-Sohn. Otto Schillmann erhielt einen Zinnbecher für die zweijährige Siegerstute von Fürstenball/Fidertanz und Claudia Kubat für die beste Stutenfamilie. Mit einer Urkunde zeichnete Kaiser Kathrin Strathusen aus für zwei Stuten, die 2015 1a-Preise und die Hannoveraner-Prämienanwartschaft erhielten. Kaiser selbst hatte die beste vierjährige Stute des PZV von Levisonn/Gibraltar. Für die Überarbeitung der AG-Internetseite erhielt Stephanie Gödecke ein Dankeschön. Referent und Zuchtberater der Deckstation Paul Schockemöhle Heinz Meyer gab Ratschläge zur modernen Springpferdezucht und deren Vermarktung und bestätigte dem Verein. „Diese Region war früher das Tafelsilber und ist jetzt wieder auf einem sehr guten Weg dahin.“

Text und Foto: A. Beckmann – 28. März 2017


  • Deckstelle Splietau bleibt erhalten

      Celler Gestütsassistentin lobte hiesige Zuchtarbeit auf der JHV des PZV Dannenberg


„Sehr gute Leistungsstuten – sehr guter Zusammenhalt“, testierte Sarah Handke auf der Jahreshauptversammlung des Dannenberger Pferdezuchtvereins (PZV) den hiesigen Hannoveraner-Züchtern. Und eine gute Nachricht hatte sie aus Celle mitgebracht: Die Deckstelle Splietau bleibt! Die Gestütsassistentin war in Vertretung für den Landstallmeister Dr. Axel Brockmann gekommen, um über Neuerungen im Landgestüt zu informieren. „Die junge Generation der Züchterschaft macht vieles im Alleingang. Dieser Tatsache haben wir mit der Umstrukturierung der Deckstellen Rechnung getragen. Die Hauptstellen mussten personell verstärkt werden“, erklärte Handke den gut 40 Besuchern im Hotel Steinhagen in Damnatz. „In Ihrer Region ist es anders: Sie setzen erfolgreich auf Bewährtes“, so die Gestütsassistentin.


Apropos Erfolg: Zu Beginn der Veranstaltung zog Hubertus Trapp (Foto rechts) für den Dannenberger PZV Bilanz. Der erste Vorsitzende erinnerte an das höchstbenotete Pferd des Dannenberger Freispringwettbewerbs. Die Asti´s Amsterdam/Askanier-Tochter hatte erst die Abteilung der Vierjährigen gewonnen, wurde dann zur Tagessiegerin gekürt und wechselte noch am selben Tag den Besitzer. Die Braune stammt aus der Zucht von Hagen Schünemann (Foto Zweiter von rechts) aus Möllendorf. Für seinen Zuchterfolg erhielt der Altmärker ein gerahmtes Foto seiner Siegerstute. Den dritten Platz in der Abteilung sicherte sich ein Wallach von Graf Top/Quantum, gezogen von Jan Steffen, Nebenstedt.


Auch auf der AG-Fohlenschau setzte sich die Zucht von Dannenberger Mitgliedern durch: Reservesieger der dressurbetonten Stutfohlen war ein von Jan Steffen gezogener Edward/Rotspon-Nachkomme. Ebenfalls auf Platz zwei, diesmal in der Abteilung der springbetonten Stutfohlen, landete ein Cascalido/Count Grannus-Nachkomme aus der Zucht von Werner Lange, Predöhlsau. Beide Fohlen gehörten zudem zu den Stars der Luhmühlener Jubiläumsauktion. Bronze bei den Dressurfohlen sicherte sich ein Belantis/Weltruhm-Hengst. Züchter ist Wilhelm Busse aus Seedorf.


Zwei Ehrenurkunden vom Verband für die von ihnen gezogenen Hannoveraner-Prämienanwärterinnen gab es für Ilse und Wilhelm Niebel (Foto Vierter von rechts) aus Quartzau. Mit einem Präsent für ein gepflegtes Hermann-Stolte-Stadion bedacht wurde Platzwart Günther Thieße (Foto Dritter von rechts), Nebenstedt.


Zum Tagesordnungspunkt „Jungzüchterarbeit“ trugen vier Aktive und ihre Trainerin Birgit Stute vor. „Mit 14 Jugendlichen sind wir eine der größten Gruppen im Hannoveraner Verband“, sagte Stute stolz. In seinem Deckstellenbericht wies Eckhart Wrede darauf hin, dass die Gebühr für die Stutenleistungsprüfung neuerdings sofort bei Anmeldung zu entrichten ist. Matthias Vorreier berichtete aus dem Lüneburger Bezirksverband über eine Ablaufänderung beim Elitechampionat in Beedenbostel: Von nun an beginnt die Schau mit den Stuten. So komme der Familienpräsentation mehr Aufmerksamkeit zu, so Vorreier.


Gitta Hielscher buchte im letzten Jahr 2255 Euro Einnahmen und 3092 Euro Ausgaben. Dank des Vortrags aus 2015 schloss die Kasse am 31.12.2016 mit 2651 Euro positiv ab. Damit das auch zukünftig möglich ist, stimmten die Mitglieder einer Beitragserhöhung in 2018 um fünf Euro zu. „Die Anzahl aller im PZV Dannenberg organisierten Züchter beträgt 117, davon sind 74 aktiv. Die Zahl der eingetragene Stuten ist 101“, ergänzte die Geschäftsführerin.

Text und Foto: B. Helmcke – 17. März 2017


  • Neuzugang Askarbar

      Hannoveraner-Freunde läuteten Zuchtsaison ein - Deckhengst hat Dannenberger Wurzeln


Die Ankunft von Gestütsoberwärter Eckhart Wrede in Splietau eröffnet traditionell die Zuchtsaison. Für gut vier Monate beziehen Gestüter und Hengst die hiesige Deckstelle des Niedersächsischen Landgestüts Celle. Während Eckhart Wrede sich nun schon in der 14. Saison um die Belange der Lüchow-Dannenberger Züchter kümmert, ist Deckhengst Askarbar neu auf der Station. Am Sonntagvormittag trafen sich gut siebzig Hannoveraner-Freunde, um den neu aufgestallten Beschäler in Augenschein zu nehmen. Zu dieser Veranstaltung hatten die Deckstelle und die Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow eingeladen.

Präsentiert wurde der Askari-Sohn an der Hand. Der selbstbewusste Braune absolvierte in 2016 seinen 50-Tage-Test-Springen mit 8er Noten in den Bereichen Grundgangarten, Rittigkeit, Springvermögen und -manier. In den Adern des Fünfjährigen fließt Dannenberger Springblut. In der vierten Generation führt er, über seine Adlantus As-Mutter, den von Horst Seide aus Landsatz gezogenen Deckhengst Wiener Skat. „Am ersten Mai wird der Splietauer Neuzugang auf dem Züchtertag über dem Sprung zu sehen sein“, versprach Gestütsoberwärter Wrede.

Text und Foto: B. Helmcke – 12. März 2017


  • Auf hohem Niveau
    31. Pferdeverkaufstag: Starke Nachfrage nach Springtalenten aus Lüchow-Dannenberg

„Wir haben wieder die 50-Prozent-Marke geknackt", freute sich Hubertus Trapp aus Kähmen über die Verkaufsbilanz des 31. Pferdeverkaufstags. Am Wochenende wechselten zwölf der insgesamt 22 vorgestellten Tiere ihren Besitzer. Wer ein bestimmtes Pferd haben wollte, musste entschlussfreudig sein und zahlte nicht selten fünfstellige Beträge. Viele Aussteller und Käufer waren sich bereits vor einem Proberitt handelseinig. Weitere Pferde werden nochmals in den nächsten Tagen ausprobiert. „Zufriedene Kunden sind das beste Aushängeschild für unsere Veranstaltung", resümierte Trapp, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow.

Ein großes Interesse für springbetonte Reitpferde aus sporterprobten Dannenberger Stutenstämmen zeichnete sich bereits im Vorfeld ab: Bis zu 1500 Mal waren die im Internet beworbenen Verkaufspferde jeweils aufgerufen worden. Per Foto und Video konnten sich die potentiellen Käufer einen ersten Eindruck von den angebotenen Reitpferden machen. Auch Vielseitigkeits- und Verlasspferde standen hoch im Kurs auf dem für seine familiäre Atmosphäre geschätzten Verkaufstag.

Besonderen Wert bei der Zusammenstellung der Kollektion hatte die AG, die Vermittler des gebührenfreien Handels ist, auf sorgfältig ausgebildete, gut herausgebrachte Nachwuchspferde gelegt. Die hohe Qualität der Pferde aus Züchterhand lockte am Sonnabend nicht nur Stammkunden, sondern auch neue Kaufinteressenten in die weihnachtlich geschmückte Halle der Reitschule Dannenberg. Die mehrere Hundert Besucher kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und aus Österreich. Zu den Gästen zählte ebenfalls der Ehrenvorsitzende des Hannoveraner-Verbands Friedrich Jahncke.
Text und Foto: B. Helmcke – 12. Dezember 2016

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  • Ein Pferd mit viel Qualität
    31 000 Euro für Brennenstuhl-Stute Valentina

Der zur Überschrift gehörige EJZ-Artikel ist nur einen Klick entfernt ...


  • Hohe Limits für Fohlen aus Lüchow-Dannenberg
    Luhmühlener Fohlenauktion feierte 25-jähriges Jubiläum

Zum 25. Mal fand jüngst die Luhmühlener Fohlenauktion statt. Carlson vom Dach, Cascalina, Ella und Quintora sind die Namen der Fohlen, die zu den begehrtesten gehörten. Für die vier Hannoveraner aus hiesiger Zucht griffen ihre neuen Besitzer mit 8200 Euro, 5200 Euro und jeweils 5000 Euro vergleichsweise tief in die Tasche. Durchschnittlich wurden für die insgesamt 52 veräußerten Fohlen 5296 Euro geboten. Das sind rund 800 Euro mehr als im Vorjahr. Die Preisspitze mit 23000 Euro bildete ein dressurbetonter Nachkomme von dem Hengst Buckingham.

Seitdem die Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine (PZV) Lüneburg Nord die Auktion ins Leben gerufen hat, sind über 1000 Fohlen in die ganze Welt verkauft worden. Die Erfolge der ehemaligen Auktionsfohlen sprechen für sich: Mehr als 20 gekörte Hengste, drei Vize-Bundeschampion sowie diverse Europa- und Weltmeisterschaftsteilnehmer gingen aus ihnen hervor.

Einer der Hauptorganisatoren der Veranstaltung ist Jürgen Stuhtmann vom Lüneburger Bezirksverband. Als vieljähriger Richter der Fohlenschau kennt er die hiesigen Stutenstämme sehr genau. In diesem Jahr hat er insgesamt 13 Fohlen von Züchtern der PZV Lüchow, Dannenberg und Gartow für die Auktion zugelassen. „Bereits bei der Auswahl weiß er, welches Fohlen für welchen Kunden interessant sein könnte", begründet der stellvertretende Vorsitzende des Dannenberg PZV Jan Steffen den Erfolg der bei Käufer und Verkäufer beliebten Auktion.

Auch Jan Steffen hat sein Fohlen über die Jubiläumsauktion verkauft. Ella stammt von dem Hengst Edward und einer Rotspon-Mutter ab. Das Fuchsfohlen bleibt in Niedersachsen. Es zieht von Nebenstedt nach Sittensen um.

Teuerstes Springfohlen der Kollektion war „Carlson vom Dach". Der Mylord Carthago-Sohn ist aus der Zucht von Heinrich Meyer aus Meetschow. Unter seiner Reiterin Pénélope Leprévost gehörte der heute sechzehnjährige "Mylord Carthago" zu den weltbesten Springpferden. Neuer Besitzer seines Anfang März von einer Kolibri-Mutter geborenen Nachkommens ist das Gestüt Sprehe in Löningen.

Für einen abgesicherten Dannenberger Springstamm entschied sich der neue Besitzer von Cascalina (Foto). Die Cascalido/Count Grannus-Tochter aus der Zucht von Werner Lange aus Predöhlsau ist demnächst in einem privaten Springstall in Schneeverdingen zuhause. Ehemalige Besitzerin von Cascalina ist Züchtertochter Elena Lange aus Bussau.

Als Parcoursheld in spe empfiehlt sich die von Adolf Schulze in Lüsen gezogene Quintora. Auch bei diesem Stutfohlen von Qualito/Stakkato setzt der Allgäuer Käufer auf einen seit Generationen gepflegten hiesigen Springstamm.
Text und Foto: B. Helmcke – 20. September 2016


  • Nele kann’s am besten
    Hannoveraner-Jungzüchter ermittelten ihre Meister

Im Hannoveraner-Jungzüchterfinale in Verden belegten „Wienje" und Nele Stahlbock aus Breese in der Marsch (Foto) den elften Platz. In dem in vier Klassen unterteilten Wettbewerb schnitt die zwölfjährige Nele am besten von den vier hiesigen Teilnehmerinnen ab. Insgesamt wetteiferten 75 Kinder und Jugendliche um Titel und Trophäen. Außer Nele starteten für die Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow: Laura Häusler aus Nebenstedt mit Hannoveraner- Wallach Leo, Julina Wrede aus Künsche mit Pony Amadeus und Cora Sauer aus Groß Gusborn mit Pony Willi. „Hoch motivierte junge Pferdeexperten, die nur noch ein wenig mehr Routine brauchen", ist sich Jungzüchtertrainerin Birgit Stute sicher.

Die Jungzüchter der Pferdezucht-AG plus mitreisende Helfer waren am Vorabend des Jungzüchterfinales mit großem Hallo in Verden empfangen worden. Wie immer waren sie bereits am Freitag anreist, um auf dem Gelände des Hannoveraner Verbands zu zelten. „Der Gemeinschaft wegen und um am nächsten Morgen fit für den Wettkampf zu sein", so Birgit Stute. Hannoveraner-Stute Wienje nahm es gelassen: Schließlich hat sie sich bereits sieben Mal mit ihrer Besitzerin Ineken Stute für das Jungzüchterfinale qualifiziert, einmal waren sie sogar Verbandsmeister. Die mehrfache Kreismeisterin Ineken widmet sich seit letztem Jahr neuen Herausforderungen: Sie vertritt mit dem Jugend-Team des Pferdesportverbands Hannover die Belange junger Reiter. Eingebettet war das Jungzüchterfinale in das Breitensportfestival Verdiana und die Deutschen Meisterschaften der Voltigierer.

Auf Jungzüchterwettbewerben werden das Wissen rund um Zucht und Haltung, das Herausbringen und Vorstellen des Pferdes an der Hand sowie, je nach Alter und Wettbewerb, die Beurteilung des Pferdeexterieurs abgeprüft. Richtig viel über Pferde weiß Julina: Sowohl im Finale als auch auf der Lüneburger Bezirksmeisterschaft bekam die Zwölfjährige die Höchstnote in der Theorie. Auf der Bezirksmeisterschaft Anfang August, die wegen des Verdachts auf Infektionskrankheit im Pferdebestand des Gastgebers kurzfristig nach Pattensen verlegt wurde, erzielten die Lüchow-Dannenberger Nachwuchszüchter mit Nele und Laura zwei Reservesiege. Die Ergebnisse der hiesigen Jungzüchter auf der Bezirksmeisterschaft dienten gleichzeitig dazu, die Kreismeister und damit die Finalistinnen zu ermitteln. „Einen weiteren tollen Auftritt hatten wir auf der Prignitz-Tierschau in Blüthen Anfang Juli", informierte Birgit Stute. Die rührige Trainerin aus Breese in der Marsch hatte, unterstützt von Züchterin Anja Sauer, einen länderübergreifenden Wettbewerb organisiert. Ihr Fazit: „Mit den Jungzüchtern aus Berlin- Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern können wir gut mithalten." Die Pferdezucht-AG zählt momentan 14 Juniorzüchter. Text und Foto: B. Helmcke – 2. September 2016


  • Krönender Karriereabschluss
    Lüneburger Elite-Championat: Galaxys Fohlen überzeugt auch in Beedenbostel

Auf dem Lüneburger Elite-Championat in Beedenbostel wurden die Besten der Besten ermitteln. Dort trafen sich die Sieger der regionalen Fohlen- und Stutenschauen der insgesamt 17 zum Bezirksverband Lüneburg gehörigen Pferdezuchtvereine (PZV). Die Arbeitsgemeinschaft der PZV Lüchow, Dannenberg und Gartow war mit fünf Fohlen vertreten, eins davon landete auf einem Medaillen-Rang.

Höchstbenotetes Fohlen aus Lüchow-Dannenberger Zucht war mit 8,58 Gesamtpunkten ein Qualito- Sohn aus einer Grundsteins Erbe- Mutter (Foto). Ute Meyer aus Meetschow hatte ihre Springstute, die auf den Namen Galaxy hört, mit dem jungen Vererber angepaart. Der Besitzer des Ausnahmefohlens ist Heinrich Meyer, Vorsitzender des PZV Gartow.

Für die Merkmalsgruppe „Bewegung und Elastizität" schriebt das Richtertrio der Bezirksschau dem kecken Fuchs die Noten 9,0 und besser ins Protokoll. Mit dieser Bewertung errang der Youngster, zusammen mit einem notengleichen Starter, Platz 2 in der Abteilung der springbetont gezogenen Hengstfohlen. Der Gesamtsieger der hiesigen Fohlenschau erhielt bereits in Lüchow die Zulassung für die Luhmühlener Auktion. „Ein krönender Abschluss von Galaxys Zuchtkarriere", freute sich Ute Meyer. Auf Familienbeschluss gehe die 21-jährige Stute nun in den wohlverdienten Ruhestand, informierte die Züchterin.
Text und Foto: B. Helmcke – 12. Juli 2016