Die Pferde für den Verkaufstag wurden gesichtet: Zum 31. Mal werden in Dannenberg Reitpferde aus Züchterhand angeboten „Die Verkaufspferde wurden gesichtet. Wir können wieder eine hochwertige Kollektion anbieten“, freute sich Hubertus Trapp, Vorsitzender der Pferdezucht-AG Lüchow-Dannenberg-Gartow, nach dem Auswahltermin für den Dannenberger Verkaufstag. „Ob Nachwuchspferd, erfahrenes Turnier- oder reines Verlasspferd: Unser Verkaufstag ist von jeher eine gute Adresse für qualitätsvolle Reitpferde“, ist Hubertus Trapp überzeugt. Nur ein Beispiel hierfür sei die Perigueux/Fabriano-Tochter aus der Zucht von Matthias Vorreier aus Aulosen, so Trapp. Die Stute mit Namen „Pia-Lotta“ gehörte zur Kollektion des Verkaufstags im Jahr 2011 (Foto rechts). In dieser Saison wurden die Achtjährige und ihre neue Besitzerin Hannoversche Landesmeister in Verden (Foto oben). Das Paar gewann die S*- Prüfung mit Stechen der Amazonen. Bereits zum 31. Mal findet am Sonnabend, dem 10. Dezember in der weihnachtlich geschmückten Reitschule Dannenberg ein Reitpferdeverkauf aus Züchterhand statt. Gezeigt werden rund 25, überwiegend springbetont gezogene, sofort einsetzbare Pferde aus bewährten Stutenstämmen. Aber auch Empfehlungen fürs Dressurviereck umfasst das ausgesuchte Angebot. Der Handel erfolgt zwischen Pferdebesitzer und Kaufinteressent. Es fallen keine Gebühren an. Der Verkaufstag beginnt um 11 Uhr mit dem Freispringen und -laufen. Nach der anschließenden Präsentation der Pferde unter dem Sattel besteht die Gelegenheit, sie selbst auszuprobieren. Videos und Fotos aller zum Verkauf stehenden Pferde sind voraussichtlich Anfang November online. Weitere Fragen beantwortet Hubertus Trapp unter (0171) 74 91 752. Text: B. Helmcke, Fotos: T. Pantel (oben), digiart-LG (rechts) - 22. Oktober 2016 Ein Pferd mit viel Qualität 31 000 Euro für Brennenstuhl-Stute Valentina Der zur Überschrift gehörige EJZ-Artikel ist nur einen Doppelklick entfernt ... Hohe Limits für Fohlen aus Lüchow-Dannenberg Luhmühlener Fohlenauktion feierte 25-jähriges Jubiläum Zum 25. Mal fand jüngst die Luhmühlener Fohlenauktion statt. Carlson vom Dach, Cascalina, Ella und Quintora  sind die Namen der Fohlen, die zu den begehrtesten gehörten. Für die vier Hannoveraner aus hiesiger Zucht griffen ihre neuen Besitzer mit 8200 Euro, 5200 Euro und jeweils 5000 Euro vergleichsweise tief in die Tasche. Durchschnittlich wurden für die insgesamt  52 veräußerten  Fohlen 5296  Euro geboten. Das sind rund 800 Euro mehr als im Vorjahr. Die Preisspitze mit 23000 Euro bildete ein dressurbetonter Nachkomme von dem Hengst Buckingham. Seitdem die Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine (PZV) Lüneburg Nord die Auktion ins Leben gerufen hat, sind über 1000 Fohlen in die ganze Welt verkauft worden. Die Erfolge der ehemaligen Auktionsfohlen sprechen für sich: Mehr als 20 gekörte Hengste, drei Vize-Bundeschampion sowie diverse Europa- und Weltmeisterschaftsteilnehmer gingen aus ihnen hervor. Einer der Hauptorganisatoren der Veranstaltung ist Jürgen Stuhtmann vom Lüneburger Bezirksverband. Als vieljähriger Richter der Fohlenschau kennt er die hiesigen Stutenstämme sehr genau. In diesem Jahr hat er insgesamt 13 Fohlen von Züchtern der PZV Lüchow, Dannenberg und Gartow für die Auktion zugelassen. „Bereits bei der Auswahl weiß er, welches Fohlen für welchen Kunden interessant sein könnte“, begründet der stellvertretende Vorsitzende des Dannenberg PZV Jan Steffen den Erfolg der bei Käufer und Verkäufer beliebten Auktion. Auch Jan Steffen hat sein Fohlen über die Jubiläumsauktion verkauft. Ella stammt von dem Hengst Edward und einer Rotspon-Mutter ab. Das Fuchsfohlen bleibt in Niedersachsen. Es zieht von  Nebenstedt nach Sittensen um. Teuerstes Springfohlen der Kollektion war „Carlson vom Dach“. Der Mylord Carthago-Sohn ist aus der Zucht von Heinrich Meyer aus Meetschow. Unter seiner Reiterin Pénélope Leprévost gehörte der heute sechzehnjährige “Mylord Carthago“ zu den weltbesten Springpferden. Neuer Besitzer seines Anfang März  von einer Kolibri-Mutter geborenen Nachkommens ist das Gestüt Sprehe in Löningen. Für einen abgesicherten Dannenberger Springstamm entschied sich der neue Besitzer von Cascalina (Foto). Die Cascalido/Count Grannus-Tochter aus der Zucht von Werner Lange aus Predöhlsau ist demnächst in einem privaten Springstall in Schneeverdingen zuhause. Ehemalige Besitzerin von Cascalina ist Züchtertochter Elena Lange aus Bussau. Als Parcoursheld in spe empfiehlt sich die von Adolf Schulze in Lüsen gezogene Quintora. Auch bei diesem Stutfohlen von Qualito/Stakkato setzt der Allgäuer Käufer auf einen seit Generationen gepflegten hiesigen Springstamm. Text und Foto: B. Helmcke – 20. September 2016 Nele kann’s am besten Hannoveraner-Jungzüchter ermittelten ihre Meister Im Hannoveraner-Jungzüchterfinale in Verden belegten „Wienje“ und Nele Stahlbock aus Breese in der Marsch (Foto) den elften Platz. In dem in vier Klassen unterteilten Wettbewerb schnitt die zwölfjährige Nele am besten von den vier hiesigen Teilnehmerinnen ab. Insgesamt wetteiferten 75 Kinder und Jugendliche um Titel und Trophäen. Außer Nele starteten für die Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow: Laura Häusler aus Nebenstedt  mit Hannoveraner-Wallach Leo,  Julina Wrede aus Künsche mit Pony Amadeus und Cora Sauer aus Groß Gusborn mit Pony Willi. „Hoch motivierte junge Pferdeexperten, die nur noch ein wenig mehr Routine brauchen“, ist sich Jungzüchtertrainerin Birgit Stute sicher. Die Jungzüchter der Pferdezucht-AG plus mitreisende Helfer waren am Vorabend des Jungzüchterfinales mit großem Hallo in Verden empfangen worden. Wie immer waren sie bereits am Freitag anreist, um auf dem Gelände des Hannoveraner Verbands zu zelten. „Der Gemeinschaft wegen und um am nächsten Morgen fit für den Wettkampf zu sein“, so Birgit Stute. Hannoveraner-Stute Wienje nahm es gelassen: Schließlich hat sie sich bereits sieben Mal mit ihrer Besitzerin Ineken Stute für das Jungzüchterfinale qualifiziert, einmal waren sie sogar Verbandsmeister. Die mehrfache Kreismeisterin Ineken widmet sich seit letztem Jahr neuen Herausforderungen: Sie vertritt mit dem Jugend-Team des Pferdesportverbands Hannover die Belange junger Reiter. Eingebettet war das Jungzüchterfinale in das Breitensportfestival Verdiana und die Deutschen Meisterschaften der Voltigierer. Auf Jungzüchterwettbewerben werden das Wissen rund um Zucht und Haltung, das Herausbringen und Vorstellen des Pferdes an der Hand sowie, je nach Alter und Wettbewerb, die Beurteilung des Pferdeexterieurs abgeprüft. Richtig viel über Pferde weiß Julina: Sowohl im Finale als auch auf der Lüneburger Bezirksmeisterschaft bekam die Zwölfjährige die Höchstnote in der Theorie. Auf der Bezirksmeisterschaft Anfang August, die wegen des Verdachts auf Infektionskrankheit im Pferdebestand des Gastgebers kurzfristig nach Pattensen verlegt wurde, erzielten die Lüchow-Dannenberger Nachwuchszüchter mit Nele und Laura zwei Reservesiege. Die Ergebnisse der hiesigen Jungzüchter auf der Bezirksmeisterschaft dienten gleichzeitig dazu, die Kreismeister und damit die Finalistinnen zu ermitteln. „Einen weiteren tollen Auftritt hatten wir auf der Prignitz-Tierschau in Blüthen Anfang Juli“, informierte Birgit Stute. Die rührige Trainerin aus Breese in der Marsch hatte, unterstützt von Züchterin Anja Sauer, einen länderübergreifenden Wettbewerb organisiert. Ihr Fazit: „Mit den Jungzüchtern aus Berlin- Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern können wir gut mithalten.“ Die Pferdezucht-AG zählt momentan 14 Juniorzüchter. Text und Foto: B. Helmcke – 2. September 2016 Krönender Karriereabschluss                       Lüneburger Elite-Championat: Galaxys Fohlen überzeugt auch in Beedenbostel Auf dem Lüneburger Elite-Championat in Beedenbostel wurden die Besten der Besten ermitteln. Dort trafen sich die Sieger der regionalen Fohlen- und Stutenschauen der insgesamt 17 zum Bezirksverband Lüneburg gehörigen Pferdezuchtvereine (PZV). Die Arbeitsgemeinschaft der PZV Lüchow, Dannenberg und Gartow war mit fünf Fohlen vertreten, eins davon landete auf einem Medaillen-Rang. Höchstbenotetes Fohlen aus Lüchow- Dannenberger Zucht war mit 8,58 Gesamtpunkten ein Qualito-Sohn aus einer Grundsteins Erbe-Mutter (Foto). Ute Meyer aus Meetschow hatte ihre Springstute, die auf den Namen Galaxy hört, mit dem jungen Vererber angepaart. Der Besitzer des Ausnahmefohlens ist Heinrich Meyer, Vorsitzender des PZV Gartow. Für die Merkmalsgruppe „Bewegung und Elastizität“ schriebt das Richtertrio der Bezirksschau dem kecken Fuchs die Noten 9,0 und besser ins Protokoll. Mit dieser Bewertung errang der Youngster, zusammen mit einem notengleichen Starter, Platz 2 in der Abteilung der springbetont gezogenen Hengstfohlen. Der Gesamtsieger der hiesigen Fohlenschau erhielt bereits in Lüchow die Zulassung für die Luhmühlener Auktion. „Ein krönender Abschluss von Galaxys Zuchtkarriere“, freute sich Ute Meyer. Auf Familienbeschluss gehe die 21-jährige Stute nun in den wohlverdienten Ruhestand, informierte die Züchterin. Text und Foto: B. Helmcke – 12. Juli 2016 Starker Regen, starke Auftritte Hannoveraner-Züchter präsentierten Pferdenachwuchs: Springbetonte Hengstfohlen brillierten Als die letzte Abteilung der Fohlenschau beginnt, verdunkelt sich der Himmel bedrohlich, kurz darauf bricht ein Gewitter los, es gießt wie aus Eimer. Aussteller, die mit ihren Pferden nahe des Schauplatzes auf ihren Auftritt gewartet haben, Richter und Zuschauer suchen Schutz unter Regenschirmen, Bäumen oder im Zelt. Nach dem Starkregen zieren wagenradgroße Wasserpfützen die Dreiecksbahn auf dem Lüchower Mehrzweckplatz. Davon unbeeindruckt ziehen die springbetonten Hengstfohlen ihre Bahnen, nutzen die Pfützen als willkommenen Anlass ihr Talent in Szene zu setzen. Einer, der das besonders gut konnte, war ein Qualito- Sohn aus einer Grundsteins Erbe-Mutter aus dem Zuchtstall Meyer in Meetschow (Foto). Mit der Gesamtnote 9,42 kürte das Richtertrio den Ende Mai geborenen Fuchs erst zum Sieger der springbetonten Hengstfohlen und dann zum höchstbenoteten Fohlen des Tages. „Eine hochkarätige Schau“, bilanzierte Dr. Burchard Bade, der auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow als Richter gekommen war. Er erinnere sich noch genau daran, wie er als Assistent des Celler Landstallmeisters 1973 das erste Mal anlässlich einer Stutenschau im Landkreis war. „Seitdem sind die Stämme erfolgreich weiterentwickelt worden. Daran hat Deckstellenleiter Eckhart Wrede einen großen Anteil“, stellte Dr. Bade fest. Das Urteil des ehemaligen Landstallmeisters spiegelte sich auch in der Anzahl der für die Auktionen ausgewählten Fohlen wieder. Von allen zum Verkauf stehenden Fohlen erhielten sieben die Zulassung für Luhmühlen. Zwei der vorgestellten Fohlen wurden bereits für eine Verdener Auktion angenommen. Drei Mal zückten die Richter die Höchstnote 10,0 als Einzelnote für die Merkmalgruppe „Typ und Gebäude“ oder „Bewegung und Elastizität“. Insgesamt nahmen Dr. Bade und seine Richterkollegen Jürgen Stuhtmann vom Lüneburger Bezirksverband sowie der stellvertretende Vorsitzende des Hannoveraner- Verbands Hermann Jürgen Rump 39 Nachkommen von 27 Hengsten in Augenschein. Sehr zufrieden mit der überdurchschnittlich gut besuchten Schau zeigte sich auch Hubertus Trapp, Vorsitzender der Pferdezucht-AG: „Wir haben qualitätsvolle Fohlen gesehen. Besonders freut mich, dass die Springfohlen sich inzwischen auf hohem Niveau stabilisiert haben.“ Text und Fotos: B. Helmcke – 3. Juni 2016 Die Ergebnisse der Fohlenschau finden Sie unter dem Punkt “Fohlenschau”  Eine Schau, zwei Siegerinnen Kombinationstermin Hannoveraner-Stutenprüfung und –schau: Jury kürte erstmals dressur- und springbetonte Schausiegerin (Foto) Warum nicht auch noch eine Siegerstute Springen ausloben, schließlich sei man hier in der Hochburg der Hannoveraner-Springpferdezucht, befand die Jury und kürte erstmals zwei Dannenberger Schausiegerinnen. Dressurbetonte Siegerstute der Stutenschau wurde eine Spörcken-Tochter aus einer Connery/T.-Mutter. „An dieser Stute gibt es einfach nichts zu meckern“, schwärmte Sarah Handke. Die Assistentin des Celler Landstallmeisters und ihre Richterkollegen hatten den Rappen zunächst auf Platz eins der Vierjährigen gesetzt. Auf dem Schlussring, auf dem alle Klassensiegerinnen sich noch einmal dem kritischen Blick der Juroren stellen, wurde die Stute dann zur großen Freude von Franka Hartwig zur Gesamtsieger Dressur auserkoren. Die Dreizehnjährige aus Neuwallmoden hatte das Tier erst Ende letzten Jahres von ihren Eltern geschenkt bekommen. Springbetonte Siegerstute wurde eine Plot Blue/For Keeps-Tochter aus der Zucht von Dr. Jürgen Lehner aus Müggendorf. Die überragende Siegerin der Klasse der dreijährigen Prüfungsstuten gehörte mit der Wertnote 9,25 zu den vier höchstbenoteten Stuten des Freispringens im Rahmen der Zuchtstutenprüfung am Vormittag in der Reitschule Dannenberg. Nicht zu toppen aber war das Prüfungsergebnis der von Uwe Brennenstuhl aus Lüchow gezogenen Valentino/Singular Joter-Tochter. Hier vergab das Richtergremium aus Sarah Handke, dem stellvertretenden Zuchtleiter des Hannoveraner-Verbandes Ulrich Hahne, dem zweiten Vorsitzenden des Lüneburger Bezirksverbands Jürgen Stuhtmann und der Turnierrichterin Sonja Bley die Höchstnote 10,0 für Springmanier und –vermögen. Die Klasse der „Dreijährigen ohne Prüfung“ war die stärkste. In der springbetonten Abteilung siegte ebenfalls eine Stute aus dem Stall Lehner.  Der Copin van de Broy/Chacco-Blue-Nachkomme begeisterte besonders durch ein solides Fundament. Klassenbeste der vierjährigen Prüfungsstuten wurde eine von Likoto xx/Edinburgh abstammende Braune. Die in Aulosen von Familie Vorreier gezogene Halbblutstute hatte eine 8,75 für ihre Rittigkeit erhalten. Die Klasse der Zweijährigen gewann eine typvolle Dressurstute von Fürstenball aus einer Fidertanz-Mutter (Foto). Züchter der Ausnahmestute, die auf dem Schlussring leider fehlte, ist Otto Schillmann aus Köhlen. Mit einen 1.-Preis bedacht wurde die Familie der Gricu von Gloster/Waldstar xx. Sie gewann konkurrenzlos den Familienwettbewerb. Claudia Kubat aus Beetzendorf stellte die 21-jährige Stute mit ihren Töchtern von Perigueux und Cellestial vor. „Eine bedeutende Stute, mit der sich die Zucht lohnt“, kommentierte die Jury. Bei bestem Wetter wurden insgesamt 43 Einzelstuten und eine Familie auf dem Hauptplatz im Hermann- Stolte-Stadion gezeigt: 18 Stuten erhielten einen 1a-Preis, davon zwölf eine Anwartschaft auf die Hannoveraner-Prämie. Zehn Anwartschaften sowie sechs von sieben Klassensiegen gingen auf das Konto der hiesigen Züchter. Das Angebot ihre am Vormittag geprüften Stuten zu zeigen, nutzten 11 von 20 Stutenbesitzern. Der Kombinationstermin steht allen Hannoveraner-Züchtern offen. „Bei uns hat Pferdezucht einen hohen Stellenwert und das schätzen Besucher und Beschicker gleichermaßen“, resümierte Hubertus Trapp, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (AG) der PZV. Text und Foto: B. Helmcke – 17. Mai 2016 Die Ergebnistabelle der Stutenschau finden Sie unter dem Punkt “Stutenschau”  Sportpartner der Zukunft Hannoveraner-Züchter präsentierten acht Fohlen auf dem Regionaltag „Reiten“ Unter dem Motto „Sportpartner der Zukunft“ zeigte die Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow am Maifeiertag acht Fohlen auf dem Trainingsturnier des Reit- und Fahrvereins Dannenberg. Zahlreiche Pferdebegeisterte nutzen die Gelegenheit, die von Splietaus Deckstellenleiter Eckhart Wrede zusammengestellte kleine Auswahl in Augenschein zu nehmen. Gezeigt wurde Nachwuchs von über das Landgestüt Celle angebotenen Hengsten sowie ein Fohlen des Privathengstes Bon Coeur. „Schmuckstücke der Hannoveraner-Zucht“, gab Heinrich Behrmann den Züchtern und Zuschauern Rückmeldung zur Qualität des Pferdenachwuchses. Der Hengstaufzüchter war aus Stedebergen ins Hermann-Stolte-Stadion gekommen, den zwei bis acht Wochen alten Nachwuchs zu kommentieren. Unterstützt wurde er dabei von dem Vorsitzenden des Lüneburger Bezirksverbandes Dieter Köneke aus Nienhagen. Den Auftakt machte ein Sohn des Hengstes Lissaro van de Helle aus einer Aarking xx-Mutter (Foto). Den bei Hans-Wilhelm Carmienke in Platenlaase geborenen kecken Braunen hätte Kommentator Behrmann „am liebsten eingepackt und mit nach Hause genommen“. Dass ein springbetont gezogenes Fohlen sich auch hervorragend bewegen kann, bewies das Diacontinus/Natiello xx-Stutfohlen von Familie Kaiser aus Lüsen. Das Hengstfohlen von Rotspon/Warkant aus der Zucht von Matthias Vorreier aus Aulosen erhielt von Kommentator Köneke das Prädikat „bewegungsstark“. Sein Favorit aber war eine Bon Coeur/Federweisser-Tochter „mit viel Grundschwung“, der der Pferdeexperte eine steile Sportkarriere prophezeite. Züchterin der Hoffnungsträgerin ist Gesine Jahncke aus Bückau. Mit seiner Tochter freute sich Friedrich Jahncke, Ehrenvorsitzender des Hannoveraner Verbandes, der die Vorführung von der Tribüne aus verfolgte. Bei dem von Uwe Brennenstuhl aus Lüchow gezogenen Londontime/Laudabilis-Stutfohlen war es vor allem die „hervorragende Selbsthaltung“, die den Hengstaufzüchter aus Stedebergen zum Schwärmen brachte. Eine „sehr gute Oberlinie“ bescheinigte Behrmann dem Viscount/Singular Joter-Stutfohlen aus der Zucht von Eckhard Jagotke, Karmitz. Das von Heino Grabow, Seybruch, ausgestellte Bonaparte AA/Crazy Classic-Hengstfohlen machte besonders durch ein gutes Fundament auf sich aufmerksam. Für sich einzunehmen wusste ein federleicht daher kommender, weiblicher Nachkomme von Don Romanow. Anja Eisel aus Lübchin hatte den Hengst mit einer Weltruhm-Mutter angepaart. Um das Fohlen zu zeigen, war sie 200 Kilometer gefahren. “Das nenne ich Engagement“, anerkannte Hubertus Trapp, Vorsitzender der Pferdezucht-AG. Text und Fotos: B. Helmcke – 4. Mai 2016 „Mit uns muss man rechnen“ Pferdezuchtverein Gartow zog Bilanz und ehrte erfolgreiche Züchter  „Ob auf dem Dannenberger Freispringwettbewerb, den Schauen der Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine oder den Verkaufsveranstaltungen - immer sind Pferde von unseren Mitgliedern stark vertreten und meistens ganz weit vorne“, stellte Heinrich Meyer in der Meetschower Gaststätte Herter fest. Auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung ließ der Vorsitzende des Pferdezuchtvereins (PZV) Gartow in seinem Rückblick keinen Zweifel daran, dass man mit dem kleinsten der drei hiesigen Pferdezuchtvereine rechnen muss. Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung der im letzten Jahr erfolgreichen Züchter (Foto). Über einen Zinnbecher für die von ihm gezogene Likoto xx-Tochter (xx steht für englisches Vollblut) aus einer Edinburgh-Mutter freute sich Matthias Vorreier aus Aulosen. Der Geschäftsführer des PZV Gartow erhielt die Auszeichnungen für den Sieg seiner Stute auf der Schau in Dannenberg. Die Braune gewann die Klasse der „Dreijährigen ohne Zuchtstutenprüfung“. Vorreier nahm ebenfalls eine Ehrenurkunde des Verbands für die von ihm ausgestellte Stutenfamilie entgegen. Die drei Weltruhm-Töchter aus der Stute Donna des Oldenburger- Hengstes Don Jonne bekamen einen 1a-Preis und belegten Platz zwei des Familienwettbewerbs. Mit der Verleihung der Hannoveraner-Prämienanwartschaft auf der Stutenschau unterstreicht der Verband den züchterischen Wert einer Stute. Erst nach erfolgreich abgelegter Zuchtstutenprüfung (ZSP) und Kehlkopfuntersuchung sowie der Geburt eines Fohlens wird die Anwärterin zur Titelträgerin. Auf der Versammlung gab es nun die Urkunden zur Anwartschaft. Heinrich Meyer erhielt den begehrten Titel für seine Charilan/Kolibri-Tochter. Heino Hergenröther aus Prezelle nahm die Urkunde für seine Embassy/Narew xx-Tochter entgegen. Diese hatte sich mit ihrem Springvermögen hervorgetan, das die Richter der ZSP mit 9,5 von 10 beurteilten. Auch die Spörken/Weltruhm-Tochter, gezogen von Matthias Vorreier und im Besitz von Neumitglied Jutta Heinemann aus Solingen, glänzte mit guten Noten im „Stutenabitur“. Sie wurde Reservesiegerin der diesjährigen Prüfung in Wickrath, Region Niederrhein. Die Urkunde zur Anwartschaft, die die Stute im letzten Jahr in Dannenberg bekam, steht noch aus. Gestütsoberwärter Eckhart Wrede erinnerte daran, Stuten, die für die ZSP und die Stutenschau am 6. Mai in Dannenberg vorgesehen sind, umgehend anzumelden. Telefonische Anmeldungen nimmt die Deckstelle Splietau entgegen. Der dort neu stationierte Springvererber Escudo I wird gut frequentiert, berichtete Wrede. „Seinetwegen stehen gerade zwei Stuten aus Österreich sowie je eine aus Flensburg, Coburg und Magdeburg auf der Deckstelle“, so der Gestüter weiter. Aus Uelzen angereist war Gastredner Hans-Heinrich Oetjen von der Interessengemeinschaft der Weidetierhalter Nordost Niedersachsen. Er hielt einen Vortrag mit dem Titel „Wölfe fressen kein Gras!“, in dem er über die von Wölfen potentiell ausgehenden Gefahren informierte. „Wir vertreten ihre Interessen“, versprach er den Pferdezüchtern in der sich anschließenden lebhaften Diskussion. Im vergangenen Haushaltsjahr buchte Geschäftsführer Vorreier 623 Euro Einnahmen, denen Ausgaben in Höhe von 550 Euro gegenübergestanden. Dank eines Übertrags von 1374 Euro aus 2014 schloss die Vereinskasse am 31. Dezember 2015 mit einem Guthaben von 1447 Euro ab. Die derzeitige Mitgliederzahl beträgt 44, davon sind 21 aktiv. Der Stutenbestand des Vereins beläuft sich auf 55 Stuten. Die Fohlenrundreise des PZV Gartow ist für den 10. Juni geplant. Text und Foto: B. Helmcke – 19. April 2016 Asti’s Amsterdam-Tochter sprang am besten 9. Dannenberger Freispringwettbewerb: Abteilungssiege fest in AG-Hand - Familie Kaiser verteidigt Siegertitel bei den Fünf- und Sechsjährigen „Wir haben talentierte junge Springpferde mit hochinteressanten Abstammung gesehen“, lautete der Richterkommentar am Ende des 9. Freispringwettbewerbs der Pferdezucht-AG Lüchow, Dannenberg und Gartow. Diese seien noch besser herausgebracht und vorbereitet gewesen als im Vorjahr, lobten der Trainer und Ausbilder Pico Hannöver sowie Joachim Winter, erster Hauptsattelmeister des Niedersächsischen Landgestüts Celle. Sie müssen es wissen, denn die Pferdeexperten kamen bereits zum zweiten Mal als Richter in die sorgfältig hergerichtete Halle der Reitschule Dannenberg. Tages- und Abteilungssiegerin der Vierjährigen wurde eine Tochter von Asti’s Amsterdam aus einer Askanier-Mutter (Foto oben). Die Braune mache einen super Job am Sprung, schwärmte Pico Hannöver. Die von Hagen Schünemann aus Möllendorf in der Altmark ausgestellte Stute begeisterte neben Springmanier und –vermögen durch Gleichmäßigkeit, Einstellung und Abgeklärtheit. Kein Wunder, dass sich für die Parcoursheldin von Morgen gleich mehrere Käufer interessierten. Handelseinig wurde Hagen Schünemann, Mitglied des Dannenberger Pferdezuchtvereins (PZV), mit einem Talententdecker aus dem Kreisgebiet. Züchter des seinerzeit über das Landgestüt Celle angebotenen Deckhengstes Asti’s Amsterdam ist Wilhelm Struck aus Groß Gusborn. Die Abteilung der Dreijährigen gewann ein Comte/Embassy-Nachkomme (Foto), ausgestellt vom Vorsitzenden des PZV Gartow Heinrich Meyer aus Meetschow. Die Stute nahm den 1,50 Meter hohen Oxer scheinbar mühelos. Die Jury attestierte der Dunkelbraunen „viel Übersicht am Sprung mit einer fantastischen Vorderbeintechnik“. Bei den Fünf- und Sechsjährigen, die unter freiem Himmel über vier Sprünge geritten wurden, setzten die Experten einen Wallach von Levistan/Gibraltar an die Spitze. Mit diesem Sieg verteidigte Familie Kaiser aus Lüsen ihren Titel aus dem Vorjahr. Der von Wiebke Kaiser weit geförderte Schimmel überzeugte in allen drei Beurteilungsmerkmalen. Der Deckhengst Levistan stammt aus der Zucht von Werner Kaiser. Familie Kaiser ist Mitglied im Lüchower PZV. Fünf Stunden lang harte das rund 150 Personen starke Fachpublikum aus, um hervorragende Leistungen zu sehen. Die höchste vergebene Punktzahl des Tages war 26,6 von 30 möglichen Punkten. Keiner der insgesamt 32 Starter, bei drei nicht bewerteten Pferden, blieb unter 21,0 Punkte. Für 28 Prozent der Teilnehmer gab es Werte von 24,0 und besser. Die Abteilungssieger des für alle Rassen und auch für Nicht- Mitglieder offenen Wettbewerbs waren ausnahmslos Hannoveraner. Die hiesigen Jungzüchter nahmen den Wettbewerb zum Anlass, um sich in der Bewertung von Springpferden zu üben. Alle Ehrenpreise sowie die Zuschauerbewirtung in der Halle wurden gesponsert. „Während andere Freispringwettbewerbe mangels Interesse abgesagt werden, ist unser Wettbewerb nach wie vor ein fester Termin für Beschicker, Pferdefreunde und Kaufinteressenten“, freute sich der AG- Vorsitzende Hubertus Trapp. Text und Fotos: B. Helmcke – 11. April 2016 Um zur Starterliste, zu den Ergebnissen und zu weiteren Fotos des Freispringwettbewerbs zu gelangen, klicken Sie bitte einmal auf diesen Schriftzug …